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Kreditlexikon

Schufa

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine Einrichtung von Kreditinstituten und der kreditgebenden Wirtschaft, die die Daten über das Zahlungsverhalten der Bürger und Unternehmen sammelt. Die Mehrheit der Kreditinstitute greift auf die Einträge der Schufa zurück auch wenn es daneben noch andere Institute gibt, die Daten über die Kreditwürdigkeit der Bürger sammeln. Durch die Einsicht in Schufa-Einträge können Kreditinstitute die Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsunfähigkeit der Kreditnehmer besser einschätzen und dadurch Risiken minimieren. Bei der Übermittlung von positiven Daten bedarf es der schriftlichen Zustimmung des Kreditnehmers (Schufa-Klausel), negative Daten hingegen können ohne Einwilligung übermittelt werden, sofern sie die Kreditinstitute vor nicht vertragskonformen Verhalten schützen (§ 28 III i.V. mit § 28 I Satz 2 BDSG). Bei der Kreditvergabe geben die Banken eine Meldung über die Kredithöhe, den Zinssatz und die Laufzeit an die Schufa weiter. Darüber hinaus werden Daten wie Name, Anschrift, Alter, Geburtsname, Geburtsort und frühere Adressen gespeichert. Negatives Zahlungsverhalten in Form von Mahnungen, Scheckrückgaben, Ratenverzug oder Zwangsvollstreckungen wird an die Schufa weitergeleitet und für drei Jahre gespeichert. Diese Daten bilden die Grundlage für die Bonitätsprüfung des Kreditnehmers. Aus diesem Grund suchen viele Kreditnehmer gezielt nach Kreditanbietern die Kredite ohne Schufa anbieten. Sie fürchten einerseits keinen Kredit zu erhalten aufgrund von negativen Einträgen oder bei Zahlungsunfähigkeit einen negativen Eintrag zu erhalten. Bei solchen Angeboten ist jedoch Vorsicht geboten, da es sich meist um unseriöse Anbieter handelt, die nach Eingang der Vermittlungsgebühr keinen Kredit auszahlen, zumal sie überhöhte Zinsen anbieten. 2015 meldet die Schufa „797 Millionen Informationen zu 66,4 Millionen volljährigen Privatpersonen und 5,2 Millionen Unternehmen in Deutschland“.

Schuldübernahme

Von einer Schuldübernahme wird gesprochen, wenn der eigentliche Gläubiger nicht mehr in der Lage ist die vereinbarten Rückzahlungen zu leisten. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, nach Absprache mit allen beteiligten Parteien, den Kredit und damit alle Rechten und Pflichten, auf eine Dritte Person zu übertragen. In diesem Prozess müssen von Beginn an alle Beteiligten miteingebunden werden, das heißt der Gläubiger, der alte und der neue Schuldner.

Sondertilgung

Unter einer Sondertilgung wird eine zusätzliche Zahlung zur Tilgung eines Kredits, die außerhalb des vereinbarten Tilgungsplans erfolgt, verstanden. Durch die Sondertilgung kann der Kreditnehmer seine monatliche Belastung reduzieren und die Laufzeit seines Kredites zu verkürzen. Für Banken sind diese nicht vereinbarte Zahlungen nicht rentabel, da sie geringere Zinsen als geplant erhalten. Aus diesem Grund verlangen Kreditinstitute in den meisten Fällen eine Vorfälligkeitsentschädigung, die sie gegen eine Sondertilgung absichern soll. Diese beträgt maximal 1% des vorzeitig getilgten Betrags, daher lohnen sich Sondertilgungen in den meisten Fällen trotz einer Vorfälligkeitsentschädigung. Sondertilgungen werden in feste und optionale Sondertilgungen eingeteilt. Bei einer festen Sondertilgung werden der Tilgungsbetrag und Tilgungszeitpunkt vertraglich vereinbart. Bei optionalen Sondertilgungen hingegen, kann der Kreditnehmer jährlich Tilgung in einer begrenzten Summe leisten.

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