Zertifikat

Wiki-Wissen zu Zertifikat aus dem Bereich Geldanlage

Ein Zertifikat ist eine Schuldverschreibung, deren Wert von der Kursentwicklung der verschriebenen Finanzprodukte abhängt. Zertifikate sind strukturierte Finanzprodukte. Das bedeutet, dass sie aus einem Basiswert und einem derivativen Teil bestehen. Der Basiswert kann aus Wertpapieren, Rohstoffen oder anderen Finanzinstrumenten bestehen. Er bildet die Grundlage eines strukturierten Finanzprodukts. Im Vergleich zu Anleihen bieten Zertifikate keine Verzinsung, sondern sind rein vom Gewinn oder dem Verlust von Börsengeschäften abhängig. Je nach Anlagewunsch gibt es sowohl Zertifikate mit einem hohen Sicherheitsfaktor und geringerer Rendite, als auch Produkte mit hohen Renditechancen.

Zertifikate werden von Kreditinstituten ausgegeben. Der Verkauf erfolgt meist großteils an Privatpersonen. Durch Zertifikate bekommen private Investoren die Chance, Kapital mit komplexen Anlagestrategien anzulegen und in Märkte zu investieren, die für Privatkunden ansonsten unzugänglich sind.

Erstmals wurde im Jahr 1990 ein Zertifikat emittiert. Es wurde von der Dresdner Bank herausgegeben und war ein Index-Zertifikat des DAX. Kreditinstitute haben durch die Ausgabe von Zertifikaten die Möglichkeit, Fremdkapital aufzunehmen und sich zu refinanzieren.

Zertifikate weisen ein sogenanntes Emittentenrisiko auf. Bei etwaiger Liquiditätsprobleme der Bank, die das Zertifikat emittiert hat, besteht für Anleger daher das Risiko eines Totalverlustes. Investoren müssen auf Gewinne aus Zertifikaten eine Abgeltungssteuer entrichten.

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29.03.2020
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