Finanztransaktionssteuer

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Die Finanztransaktionssteuer (engl.: Financial Transaction Tax, FTT) ist eine Gebühr, die auf Finanztransaktionen eingehoben wird. Eine Finanztransaktion ist eine Übertragung von finanziellen Objekten zwischen zwei Parteien. Die Funktion einer Steuer auf Finanztransaktionen wirkt ähnlich wie die Umsatzsteuer im Warenverkehr.

John Maynard Keynes stellte bereits nach der Great Depression in den 1930ern Überlegungen über eine Steuer für den Aktienhandel an. Das Ziel einer solchen Steuer war, die kurzfristige Spekulation zu verhindern. Stattdessen sollten sich Firmen darauf konzentrieren, langfristig Gewinne zu erzielen. Erste Formen von Finanztransaktionssteuern gab es jedoch bereits um einiges früher. Ende des 19. Jahrhunderts gab es eine sogenannte Stempelsteuer im Deutschen Reich. Diese wurde beim Handel mit Wertpapieren und Urkunden angewendet. Innerhalb der Europäischen Union steht eine Finanztransaktionssteuer schon seit längerer Zeit zur Debatte. Dieser Beschluss muss jedoch einstimmig gefasst werden, was bis dato noch nicht erreicht wurde. Obwohl die Mehrheit dafür ist, stellen sich einige Mitglieder dagegen, unter anderem Großbritannien, Luxemburg und Dänemark.

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06.05.2020
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