Kreditausfallswap (Credit Default Swap, CDS)

Wiki-Wissen zu Kreditausfallswap (Credit Default Swap, CDS)

Als Kreditausfallswap, öfter bekannt unter dem englischen Begriff Credit Default Swap (CDS), bezeichnet man ein Kreditderivat, mit dem die Ausfallsrisiken von Darlehen und Krediten gehandelt werden können. Somit handelt es sich dabei um eine Kreditausfallversicherung. Der Sicherungsgeber muss im Falle des Ausfalls eines Kredits eine vorab fixierte Ausgleichszahlung an den Sicherungsnehmer bezahlen. Im Gegenzug muss der Sicherungsnehmer eine Versicherungsprämie an den Sicherungsgeber zahlen. Daher bieten Credit Default Swaps die Möglichkeit, gegen die Risiken von Kreditausfällen zu versichern. Gleichzeitig hat der Versicherungsgeber die Chance, Versicherungsprämien durch den Sicherungsnehmer zu bekommen. Je nach Bonität des Referenzschuldners und der Länge der Laufzeit kann diese Prämie höher oder niedriger ausfallen.

Bis zum Jahr 2007, in dem die globale Finanzkrise begann, war der Markt für CDS von starkem Wachstum geprägt. CDS werden nicht an der Börse gehandelt. Daher sind die genauen Umsätze, die durch CDS entstehen, nicht zentral erfasst. Es gibt jedoch Marktstudien, die aussagen, dass das Volumen von CDOs Ende 2001 bei rund 1 Billion US-Dollar lag. Bis zum Jahr 2006 stieg es auf 50 Billionen US-Dollar an. Vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 ging das Volumen von Kreditausfallswaps auf 40 Billionen US-Dollar zurück. Im Rahmen der Finanzkrise wurden Kreditausfallswaps für eine Verstärkung der Krise verantwortlich gemacht.

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06.05.2020
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