Indexfonds

Wiki-Wissen zu Indexfonds aus dem Bereich Geldanlage

Investmentfonds, die einen zugrundeliegenden Börsenindex widerspiegeln, nennt man Indexfonds. Dadurch können Anleger an den Kursentwicklungen eines Aktienindex, beispielsweise des DAX, teilhaben. Um den Fonds möglichst genau nach dem Börsenindex zu bilden, werden in die gleichwertigen Wertpapiere, die auch im jeweiligen Index enthalten sind, investiert. Alternativ können auch Derivate genutzt werden, um ähnliche Wertentwicklungen zu erzielen. Am sogenannten Tracking Error (TE, Nachbildungsfehler) kann man die Abweichung zwischen des Wertes eines Indexfonds und des Börsenindex ablesen. Je höher der Tracking Error ist, desto ungenauer ist der Indexfonds.

Bei der Investition in einen Indexfonds wird das angelegte Vermögen von einer Investmentgesellschaft verwaltet und gesammelt investiert. Im Vergleich zu Investmentfonds sind die Kosten für Anleger bei Indexfonds wesentlich geringer. Der Grund dafür liegt im passiven Fondsmanagement, was einen niedrigen Verwaltungsaufwand und deutlich niedrigere Managementkosten zur Folge hat.

Indexfonds werden nicht aktiv gemanagt. Die Wertentwicklung ist an einen Aktienindex gekoppelt. Bei aktiv verwalteten Fonds besteht das Ziel der Fondsmanager darin, die Kursentwicklung eines Index zu übertreffen. über einen längeren Zeitraum ist die Wertentwicklung der Aktienindizes stabiler, was meist zu einer besseren Performance von Indexfonds im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds führt. Wenn man für den langfristigen Vermögensaufbau in Fonds zu investieren, so eignen sich daher in den meisten Fällen Indexfonds dafür.

Einen der ersten Indexfonds gab es an der New York Stock Exchange (NYSE). Es handelte sich dabei um einen Pensionsfonds, der 1971 herausgegeben wurde. Am deutschen Aktienmarkt wurden Indexfonds im Jahr 1998 legalisiert. Der Großteil der Indexfonds wird als ETFs gehandelt.

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29.03.2020
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