Nachfinanzierung

Wiki-Wissen zu Nachfinanzierung aus dem Bereich Kredit

Eine Nachfinanzierung ist ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf, wenn die Kosten für die Finanzierung über den ursprünglich abgeschlossenen Kreditbetrag hinausgehen. Gründe für eine Nachfinanzierung sind entweder eine falsche Kalkulation der Ausgaben, eine Verzögerung des Baufortschritts durch Wasseradern, Sturmschäden o.ä. Ein unvorhergesehener Anstieg der Kosten kann ebenfalls ein Grund sein. Da der Antragsteller zum Zeitpunkt der Nachfinanzierung bereits ein Darlehen beantragt hat und somit nicht über ausreichend Sicherheiten verfügt, ist diese auch mit höheren Kosten verbunden. Dies kann vermieden werden, wenn von Anfang an ein Finanzierungspuffer von 3-5% der Investitionssumme miteingeplant wird. Sollte doch nichts Unvorhergesehenes eintreten, kann der Betrag als Sondertilgung verwendet werden.

Eine Nachfinanzierung kann folgendermaßen beantragt werden:

Es besteht die Möglichkeit ein Darlehen mit einer Reserveoption zu beantragen. In diesem Fall ist es ratsam, vorab zu prüfen, ob dem Kreditnehmer dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Banken sowie einige Bauunternehmen bieten zudem Nachrangdarlehen an. Banken verlangen dafür jedoch meist weit höhere Zinsen – bei Bauunternehmen sollte geprüft werden, ob die Zinsen unter dem Bankniveau liegen. Vorsicht ist bei freien Vermittlern geboten die, in der Regel weit höhere Vermittlungsgebühren verlangen und im schlimmsten Fall keinen Kredit auszahlen.

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22.03.2020
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