P2P-Lending

Wiki-Wissen zu P2P-Lending aus dem Bereich Geldanlage

Der Begriff Peer-to-Peer bezieht sich ursprünglich auf die Kommunikationsverbindungen zwischen Computern in einem Computernetzwerk. Daraus abgeleitet beschreibt Peer-to-Peer-Lending (P2P-Lending) die Vergabe von Darlehen einer Gruppen Privatpersonen an andere Privatpersonen. Mitunter wird auch häufig der Begriff Crowdlending verwendet. Eine Gruppe von Personen, die sogenannte „Crowd“, verleiht dabei Geld an private Kreditnehmer. Im Gegenzug erhalten die Kreditgeber dafür einen gewissen Prozentsatz als Rendite. P2P-Lending wird meist über Online-Plattformen abgewickelt, während aus aufsichtsrechtlichen Gründen auch bei dieser direkten P2P-Kreditvergabe eine Servicebank den Prozess begleitet. Das hat den Vorteil, dass die Zinsen der Kreditnehmer, die als Gebühr für das Leihen von Geld entrichtet werden, fast gänzlich an Anleger weitergeleitet werden kann. Online-Plattformen sind durch niedrigere Betriebskosten kosten-, aber auch zeiteffizienter. Dieser Vorteil ist insbesondere gegenüber Banken erheblich. Sowohl der Kreditvergabe- als auch der Anlageprozess kann binnen weniger Minuten automatisch online abgewickelt werden.

Oft wird P2P-Lending auch für die Vergabe von Klein- und Mikrokrediten in Schwellen- und Entwicklungsländern verwendet. Die Absicht, Gewinne zu erzielen, steht dabei nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Unterstützung von Projekten zu Wohltätigkeitszwecken. Das wird oft auch als Social Lending bezeichnet. Unternehmern wird es dadurch ermöglicht, Kapital für ein Vorhaben zu bekommen, und es nach der Umsetzung über einen gewissen Zeitraum zurückzuzahlen, oder zur Nachfinanzierung.

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29.03.2020
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