Bonität

Wiki-Wissen zu Bonität aus dem Bereich Geldanlage

Auch unter dem Ausdruck Kreditwürdigkeit bekannt, bezeichnet die Bonität die Möglichkeit, aufgenommene Schulden zurückzuzahlen. Dazu können Personen zählen, die einen Kredit aufgenommen haben, aber auch Kreditinstitute oder Investmentfonds.

Potenzielle Darlehensnehmer bekommen nur dann einen Kredit für ihr Projekt, wenn sie über eine ausreichende Bonität verfügen. Dadurch sichert sich der Kreditgeber vor einem erhöhten Risiko von Zahlungsausfällen ab. Bonitätsprüfungen sind daher eine Voraussetzung, um einen Kredit zu erhalten. Die Bonität ist somit das Pendant zur Ausfallwahrscheinlichkeit. Eine hohe Bonität bedeutet eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit, eine niedrige Bonität eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit.

Die Bonität ist jedoch nicht nur für Kreditvergabekriterien, sondern auch für Investoren und private Anleger von Relevanz. So werden beispielsweise Investitionsmöglichkeiten je nach Bonität mit einem Rating versehen. Das bringt Anlegern den Vorteil, abschätzen zu können, wie hoch das Verlustrisiko bei einer Investition ist. Anlageformen mit einem risikoarmen Rating sind sicherer, bringen jedoch auch weniger Rendite ein als beispielsweise risikoreiche Investitionen. Investitionen mit hohen Risiken versprechen zwar eine hohe Rendite, doch die Ausfallsrisiken sind meist signifikant höher.

In die Bonitätsprüfung fließen sowohl die wirtschaftliche, als auch die persönliche Kreditwürdigkeit mit ein. Dabei wird das Zahlungsverhalten und die monetären Verhältnisse des potenziellen Darlehensnehmers überprüft. Die persönliche Bonität setzt sich unter anderem aus dem Familienstand, dem Bildungsgrad oder dem Berufsstand zusammen. Finanzielle Entscheidungskriterien sind unter anderem vorhandenes Vermögen, regelmäßiges Einkommen sowie etwaige bestehende Finanzierungslasten.

Für Banken spielt dabei nicht nur die Zahlungsmoral, sondern auch das aktuelle Einkommen und etwaige Sicherheiten, wie beispielsweise ein Haus, eine Wohnung oder ein Auto, eine Rolle. Dementsprechend unterscheiden sich die Kriterien für die Bonitätsprüfungen zwischen unterschiedlichen Anbietern.

Zusätzlich werden externe Auskunfteien zu Rate gezogen, um die Bonitätshistorie eines Antragenden zu beurteilen. Die am weitesten verbreitete Auskunftei in der Kreditlandschaft ist die Schufa, es existieren jedoch eine Vielzahl an Instituten. Aggregiert ergeben die verschiedenen Entscheidungskriterien einen Score, der die Ausfallwahrscheinlichkeit repräsentiert und anhand dessen der Kreditzins bestimmt wird.

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29.03.2020
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