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Kreditkartennummer

Was ist die Kreditkartennummer und wo ist sie zu finden?
Aktualisiert: 11.05.2022
Lesezeit: 9 Min.
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Die Kreditkartennummer: Das steht auf der Kreditkarte

Die Kreditkarte ist weltweit eines der beliebtesten Zahlungsmittel und wird fast überall akzeptiert. Wer online eine Reise bucht, bei Amazon einkauft oder sein Paypal Konto bestätigt, der nutzt oft die Kreditkarte oder Debitkarte. Doch was genau bedeuten die 16 Zahlen der Kreditkartennummer? Was ist wirklich notwendig, braucht man das Plastik überhaupt noch und wie finde ich meine Kreditkartennummer?

Wir erklären Dir heute, wo die Kreditkartennummer steht, wie die Kartennummer aufgebaut ist, was der CVV und CVCsind und vor allem wie Du eine fake Kreditkartennummer von Mastercard oder VISA erkennst.

Bevor wir ins Detail gehen, zeigen wir Dir einige Daten von Kreditkartennummern von VISA, Mastercard, Amex und Diner's Club und erklären Dir dann, wie diese aufgebaut sind.

Kreditkartennummer mit CVV von VISA, Mastercard und Amex

Alle Kreditkarten haben Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise der BIN-Code (die ersten 6 Stellen der Karte) am Anfang der Kreditkartennummer oder der CVC, bzw. CVV, der immer drei- oder vierstellig ist. Dennoch unterscheiden sich die Kreditkarten, vor allem bei der Kreditkartennummer in ein paar Kleinigkeiten. Hier zeigen wir beispielhaft ein paar reale Kreditkarten-Daten einer VISA, einer Mastercard, einer Amex und einer Diners Club Kreditkarte. Die Daten sind "real", da sie alle Regeln von Kreditkarten befolgen. Zugleich sind sie aber auch "Fake", weil Du damit nicht bezahlen kannst, da die Karten bei keiner Bank existieren:

KreditkartenanbieterVISAMastercard
Kreditkartennummer4113 2586 5876 08695191 7323 4397 5393
CVV539867
Gültigkeitsdatum09/202404/2025
NameLisa MüllerHans Meier
KreditkartenanbieterAmerican ExpressDiners Club
Kreditkartennummer3759 876453 210013612 345670 0009
CVV1236162
Gültigkeitsdatum12/202404/2025
NameDaniel BrandtGünter Schmidt

Was ist also die Kredtikartennummer und warum unterscheiden sich diese je nach Anbieter? Was ist die Kartenprüfnummer und wo finde ich sie? Wie erkenne ich eine Fake Kreditkartennummer und woran eine echte? Diese und weitere Fragen rund um die Kreditkartennummer, CVC/CVV und den Aufbau Deiner Kreditkarte klären wir in diesem Bericht!

So setzt sich die Kreditkartennummer von Mastercard, VISA zusammen

Die Kreditkartennummer enthält alle relevanten Informationen, um den Inhaber derKarte bzw. das dazugehörige Kreditkartenkonto zu ermitteln. Bei VISA und Mastercard hat die Kreditkartennummer normalerweise 16 Ziffern, die in 4 Blöcke mit 4 Ziffern unterteilt sind. American Express Kreditkarten sind die Ausnahme, da sie nur 15 Stellen haben, die in 3 Blöcke aufgeteilt sind. Einen ersten Block mit 4 Ziffern, einen Block mit 6 Ziffern und den letzten Block mit 5 Ziffern.

Jede Kreditkartennummer folgt dabei einem festen Prinzip und setzt sich aus

  1. der Bank Identification Number, der sogenannten BIN, (erste 6 Stellen)
  2. der Kontonummer (folgende 7 - 9 Stellen)
  3. der Prüfziffer am Ende (einstellig)

zusammen. Hier ein Muster, wobei "x" die BIN repräsentiert, "y" die Kontonummer und "p" die Prüfziffer:

KartenanbieterLängeStruktur der KartennummerCVV/CVC
American Express15xxxx xxyyyy yyyyp4-stellig
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp3-stellig
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp3-stellig
Miles and More Karte (Membership-Karte)15xxxx xxyy yyyy yypKeiner

So sieht die Kartennummer auf einer Kreditkarte aus:

Kreditkarte Vorderseite mit Kreditkartennummer
Eine Fake Kreditkartennummer auf einer Kreditkarte

Die Kreditkartennummer erklärt: Die ersten 6 Stellen - der BIN Code

KartenanbieterLängeKartennummer (BIN hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp

Die ersten 6 Ziffern zeigen Dir Informationen zum Herausgeber der Kreditkarte, also ob diese von VISA, Mastercard oder einem anderen Karteninstitut kommt. Sie bilden die "Bank Identification Number" (BIN-Code) oder auch "Issuer Identification Number" (IIN-Code). Genau wie die Abmessungen einer Kreditkarte unterliegt die BIN einer internationalen ISO-Norm, der ISO/IEC 7812. Anhand der ersten 6 Ziffern kann somit die Issuer Bank, sowie das Kreditkarteninstitut identifiziert werden.

Die erste Ziffer zeigt Dir, welcher Kreditkartenanbieter hinter der Karte steckt:

KartenanbieterLängeKartennummer (BIN hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp
Kreditkarten-NetzwerkBank Idenficiation Number (BIN)
VISA4
Mastercard51 bis 55
American Express34 oder 37
Diners Club36 oder 38
JCB3528 bis 3589
China UnionPay62

Die erste Ziffer ist zugleich abgeleitet aus der "Major Industry Identifier Number" (MII-Number), also die Hauptbranche des Kreditkarteninstituts. Diese sind wie folgt zu verstehen:

Major Industry Identifier (MMI)Branche
0Finanzdienstleistungen (ISO/TC 68) und verbundene Dienstleister
1Fluggesellschaften
2Fluggesellschaften und verbundene Dienstleister (z.B. alte Miles and More)
3Reise und Unterhaltung (z.B. Diners Club, American Express)
4Bank- und Kreditwesen (z.B. VISA)
5Bank- und Kreditwesen (z.B. Mastercard)
6Handel und Bankwesen (z.B. UnionPay)
7Transportindustrie, Öl- und Gas (z.B. Bahncard)
8Telekommunikation
9Vorbehalten für nationale Bezeichnungen (z.B. Miles and More)

Die mit Abstand gängisten Kreditkartennummer sind von VISA und Mastercard, die mit 4 und 5 beginnen. Aber es gibt auch noch vereinzelte Karten, die mit 2 beginnen, wie bspw. alte Miles and More Karten. Früher wurden noch weitaus mehr Kreditkarten von Fluggesellschaften ausgegeben, die mit der Zahl "2" begonnen (bspw. Diners Club enRoute) oder sogar mit der Zahl "7" (bspw. Tank-Karten von Exxon Mobile). Diese werden aber heute kaum oder nicht mehr angeboten.

Eine aktuelle Liste aller BIN Codes für Kreditkarten von Mastercard kannst Du hier direkt bei Mastercard herunterladen. VISA bietet BIN-Listen nur über Schnittstellen an, diese findest Du hier.

KartenanbieterLängeKartennummer (Issuer hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp

Die darauffolgenden Ziffern an dritter und vierter Stelle, bzw. 2 bis 4 bei VISA, stehen für den Issuer. Wir haben diese in der Tabelle hervorgehoben. Der Issuer bzw. die Issuing Bank ist das Kreditinstitut von dem Du Deine Kreditkarte erhalten hast, also die Sparkasse, die DKB oder ein anderes Kreditinstitut.

KartenanbieterLängeKartennummer (Art der Kreditkarte hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp

Die fünfte und sechste Ziffer gibt an, um welche Art von Kreditkarte es sich handelt, ob es sich also um eine goldene Kreditkarte, eine Partner- oder Firmenkarte oder eine Zweitkarte handelt.

Kreditkartennummer Aufbau: Kontonummer in der Mitte

KartenanbieterLängeKartennummer (Kontonummer hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp

Der zweite Block beinhaltet die Kontonummer Deines Kreditkartenkontos. Das ist aber nicht die Kontonummer Deines Girokontos, sondern lediglich des Kreditkartenkontos, das für die Karte angelegt wurde. Die Kontonummer ist je nach Kartenanbieter zwischen 7 und 9 Stellen lang.

Jede Kreditkarte hat ein eigenes Kreditkartenkonto mit eigener Kreditkartenkontonummer, was den Sinn hat, dass somit mehrere Kreditkarten über ein Girokonto abgerechnet werden können.

Aufbau der Kartennummer: Prüfziffer zum Schluss

KartenanbieterLängeKartennummer (Prüfziffer hervorgehoben)
Mastercard16xxxx xxyy yyyy yyyp
VISA16xxxx xxyy yyyy yyyp

Die letzte Stelle der Kreditkartennummer ist die Prüfziffer. Mit einem mathematischen Verfahren, dem sogenannten Luhn-Algorithmus, kann das Kreditkartenterminal bei einem Händler herausfinden, ob die Kreditkartennummer richtig und in sich stimmig ist. Schließlich könnte sie ja auch frei erfunden sein.

Achtung: Die Prüfziffer und die Prüfnummer dürfen nicht verwechselt werden. Die Prüfnummer ist der 3-stellige CVC bzw CVV-Code auf der Rückseite einer Kreditkarte und besteht immer aus 3 oder 4 Stellen.

Wo findest Du die Kreditkartennummer? So ist Deine Kreditkarte aufgebaut

Kreditkarten Format Abmessungen

Der Aufbau einer klassischen Kreditkarte bzw. einer Debitkarte ist nicht kompliziert und eigentlich schnell erklärt. Jede Kreditkarte hat das standardisierte Scheckkartenformat. Dies entspricht der internationalen Norm (ISO/IEC 7810) für Identitätsdokumente.

Mit dem Format ID1 hat die Kreditkarte wie auch EC-Karten, Führerscheine oder Krankenkassenkarten eine Länge von exakt 85,60 Millimeter, eine Breite von 53,98 Millimeter und eine Dicke von 0,76 Millimetern.

Darüber hinaus gibt es noch die internationale Hochprägungsnorm (ISO/IEC 7811), die regelt, dass die Kartennummer in die Kreditkarte eingestanzt ist. Dies war früher nötig, damit die Kartennummer von analogen Imprintern mechanisch auf einen Beleg gedruckt werden konnte. Heute ist die Hochprägung aber weitestgehend überflüssig und verschwindet zunehmend von den Kreditkarten.

Auf der Vorderseite gibt es, je nach Kreditkarte, bis zu 7 wichtige Merkmale, und auf der Rückseite noch einmal drei Merkmale. Für Online Zahlungen relevant sind aber nur die Kreditkartennummer, das Gültigkeitsdatum sowie der CVC oder CVV auf der Rückseite. Sogar der Name ist nicht zwangsläufig notwendig, wird aber aus Schutzgründen oft abgefragt. Wir erklären Dir alle Merkmale im Detail.

Die Vorderseite der Kreditkarte: Nummer, Name, Ablaufdatum, Aussteller

Kreditkarte Vorderseite Kreditkartennummer VISA
Der Aufbau einer Kreditkarte am Beispiel einer VISA Card Vorderseite
  1. Kreditkartennummer: Die Kreditkartennummer ist die markante, meist 16-stellige Zahlenkombination in der Mitte der Kreditkarte. Sie ist einmalig und gehört fest zu Deiner Kreditkarte bzw. Deinem Kreditkartenkonto.
  2. Kartennummer-Index: Die 4 Ziffern unter deiner Kreditkartennummer sind der Kartennummer-Index. Sie sind nur bei manchen Mastercard und VISA Cards vorhanden. Die 4 Ziffern müssen identisch mit den ersten 4 Ziffern der Kreditkartennummer sein. Die Zahl bildet einen Teil der BIN ab, mit der das Kreditinstitut, dass die Karte ausgegeben hat ermittelt werden kann und ist ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal um zu verifizieren, dass die Karte echt ist.
  3. Gültigkeitsdauer: Auf jeder Kreditkarte ist eine Gültigkeitsdauer mit "VALID THRU" (englisch für "gültig bis") im Format MM/JJ angegeben. Nach Ablauf des angegebenen Monats verliert die Karte ihre Gültigkeit und kann nicht mehr für Zahlungen benutzt werden. Die Gültigkeitsdauer eine Kreditkarte beträgt meist 3 bis 5 Jahre.
  4. Karteninhaber: Kreditkarten sind einer Person zugeschrieben. Der Cardholder bzw. Kreditkartenbesitzer ist mit Vornamen und Nachnamen auf der Kreditkarte vermerkt. Dies ist auch bei Firmen- oder Businesskarten der Fall. Mittlerweile besteht die Möglichkeit mit Mastercard True Name auch abweichende Namen anzugeben
  5. Sicherheitschip (EMV): Der Kreditkartenchip ist das Herzstück der Kreditkarte. Auf dem Chip sind verschlüsselte Informationen hinterlegt, die das Bezahlen am Kreditkartenterminal ermöglichen, beispielsweise wird die PIN-Eingabe über den EMV-Chip verifiziert. Seit 2011 ist der Chip verpflichtend und ersetzt zunehmend den Magnetstreifen auf der Rückseite. Auch kontaktlose Zahlungen werden durch den Chip mit NFC-Technik möglich.
  6. Hologramm: Ein Sicherheitsmerkmal auf den Kreditkarten ist ein UV-Sicherheitssiegel bzw. ein Hologramm, das durch UV-Licht beim bewegen der Karte sichtbar wird. Ähnliche Sicherheitsvorkehrungen kennt man bereits von Geldscheinen oder dem Personalausweis. Bei VISA Kreditkarten ist das UV-Hologramm eine Taube, bei Mastercard die Buchstaben M und C, bei American Express Kreditkarten erscheint ein AMEX und bei den seltenen Diners Club Cards das Logo von Diners Club.
  7. Logo der Kreditkartengesellschaft: Meist ziert das Mastercard oder VISA Logo die Vorderseite der Kreditkarte. Das Logo des jeweiligen Kreditkartensystembetreibers findet sich immer auf der Kreditkarte.

Die Rückseite der Kreditkarte: CVV, Unterschriftfeld

Kreditkarte Nummer CVV Rückseite
Der Aufbau einer VISA Card Rückseite
  1. Magnetstreifen: Der Magnetstreifen auf Kreditkarten ist ein Relikt aus der Zeit bevor Kreditkarten mit einem Chip ausgestattet waren und in der kontaktlose Zahlungen noch nicht möglich waren. Ähnlich wie der EMV-Chip enthält der Magnetstreifen Kreditkarteninformationen, die ausgelesen werden, wenn die Karte durch den Kreditkartenschlitz gezogen wird. Zunehmend wird bei neuen Kreditkartenkarten aber auf den Magnetstreifen verzichtet, da der Chip sicherer ist und mehr Funktionen hat.
  2. Kreditkartenprüfnummer: Die 3-stellige (bei Amex 4-stellige) Kreditkartenprüfnummer, auch Card Validation Code (CVC) oder Card Verification Value (CVV), ist eine Sicherheitsnummer die sich meist im oder neben dem Unterschriftfeld befindet. Die Kartenprüfziffer dient zur Verifikation der Karte bei Online-Einkäufen. Da der CVC nicht auf dem Chip oder Magnetstreifen gespeichert ist, kann er nicht per NFC ausgelesen werden und nicht wie die Kreditkartennummer geklaut werden. Somit kann auch nur der online bezahlen, der die Kreditkarte auch physisch besitzt und den CVV ablesen kann.
  3. Unterschriftfeld: Auf dem Unterschriftfeld sollte direkt nach Erhalt der Karte unterschrieben werden. Die Unterschrift kann von Händlern zum Abgleich mit der Unterschrift auf dem Beleg genutzt werden, um Kreditkartenbetrug zu verhindern.

Welche Aufgabe hat die Kreditkartennummer? Wozu ist sie da?

Kreditkarten sind mittlerweile Reisebegleiter und Lifestylegegenstand, primär sind Kreditkarten aber immer noch ein Zahlungsmittel und hier liegt auch die Hauptaufgabe der Kreditkartennummer. Die Kreditkartennummer ist individuell und einzigartig für jede Kreditkarte. Durch die vielen Informationen, die die Kreditkartennummer enthält, Informationen über die Kreditkartengesellschaft, die ausgebende Issuer-Bank, das Kreditkartenkonto, ist sie essenziell für jeden Bezahlvorgang.

Bei der Zahlung vor Ort wird die Kreditkartennummer mit Hilfe des Kartenlesegerätes vom EMV-Chip abgelesen und zusammen mit der Eingabe des PINs die Zahlung ausgelöst. Nicht jeder Händler ist eine Akzeptanzstelle für jede Kreditkarte. Bei welchem Händler welche Kreditkarten akzeptiert werden ist aber meist schon am Eingang mit Stickern der jeweiligen Kreditkarten-Gesellschaft angegeben.

Wird an der Akzeptanzstelle die Kreditkartennummer ausgelesen, weiß das Kreditkartenterminal und somit die Bank des Händlers welches das Kundenkonto ist, von dem die Zahlung abgehen wird. Da die Karte beim Zahlen im Internet nicht physisch vorgelegt werden kann, muss die Kreditkartenummer beim Online-Shopping von Hand eingegeben werden und hat auch hier die wichtige Funktion zur Identifizierung des Kontos. Um im Online Shop Einkäufe zu bezahlen wird eine gültige Kreditkartennummer sowie Gültigkeitsdatum und der Sicherheitscode angegeben.

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GIROMATCH erklärt: Das ist eine Akzeptanzstelle

VISA, Mastercard und American Express drei unabhängige Kreditkarten-Gesellschaften, die jeweils ein eigenes Kreditkartensystem betreiben. An ein Kreditkartensystem sind viele Banken angeschlossen, die mit anderen Banken die an das gleiche System angeschlossen sind Zahlungen durchführen können. Eine Bank kann nur an eines oder aber auch an mehrere Kreditkartensysteme angebunden sein.

Hat die Bank eines Händlers nun einen Vertrag mit VISA, und ist somit an das VISA Kreditkartensystem angeschlossen, kannst Du mit Deiner VISA Kreditkarte bei diesem Händler bezahlen, er ist eine VISA Akzeptanzstelle. Das gleiche Prinzip gilt auch für Mastercard und Amex.

TIPP: VISA und Mastercard verfügen in Deutschland aber auch weltweit über deutlich mehr Akzeptanzstellen als American Express. Das bedeutet, dass Du mit einer Kreditkarte von VISA oder Mastercard in mehr Shops bezahlen kannst als mit einer "Amex".

Die Kreditkartennummer ist also wichtig für den Einkauf im Internet und für die Bezahlung auf Reisen, denn sie enthält viele wichtige Informationen, die dabei helfen die Echtheit einer Karte zu prüfen und sie dem richtigen Inhaber zuzuordnen.

Kreditkartennummer generieren: So funktioniert eine Fake Kreditkarte

Im Internet finden sich unzählige Seiten, die mit einem "Kreditkarte-Generator" reale Kreditkartennummern generieren. Diese sollen bspw. für die Registrierung mit einer Kreditkarte genutzt werden. Möchte man bspw. einen Streaming-Dienst wie Netflix kostenlos für einen Monat testen, wird direkt die Angabe von Kreditkarten-Daten verlangt. Da viele Menschen entweder keine Kreditkarte besitzen, oder ihre echten Daten nicht angeben möchten, werden Generatoren genutzt, die echte Kreditkarten Daten generieren sollen.

Grundsätzlich ist das Generieren von Zahlen und Nummern möglich, da alle Kreditkartennummer einem Muster folgen (siehe oben). Die letzte Prüfziffer jeder Nummer folgt dem Luhn-Algorithmus ("Modulo 10"). Dies ist ein relativ simpler Algorithmus, bei dem einfache Berechnungen mit bestimmten Ziffern der Nummer durchgeführt werden, wie Addition, Quersumme bilden und Modulo nehmen. So entsteht die Prüfziffer, und so können fake Kreditkartennummern generiert werden.

Warum Fake Kreditkarten nicht funktionieren werden

Wenn Du versuchst, mit einer falschen Nummer online zu bezahlen, dann wirst Du aber in der Regel nicht weit kommen. Denn jede Nummer ist an ein echtes Konto bei einer Bank, einem Finanzdienstleister oder einem E-Geld Institut gebunden. Jeder Zahlvorgang fragt dann ab, ob das Konto existiert - oftmals in Verbindung mit dem Vor- und Nachnamen und bei manchen Zahlungen auch mit Adressverifikation ("AVS" - Address Verification System), weshalb Du manchmal auch die Postleitzahl angeben musst.

Wenn kein Konto gefunden wird, dann wird der Zahlvorgang abgelehnt undn Du fängst wieder von vorne an.

Doch es gibt eine einfache Lösung. Bei vielen Neobanken und Fintechs kann man sich

  • kostenlos
  • in wenigen Minuten
  • und ohne SCHUFA-Abfrage

ein Konto erstellen und eine virtuelle Kreditkarte mit echter Kreditkartennummer erhalten. Hierzu zählen unter anderem Monese oder das Fintech Revolut. Revolut bietet sogar kostenlose virtuelle Einwegkreditkarten an, die Du für einmalige Zahlungen nutzen kannst, die aber für Abonnements und Daueraufträge nicht funktionieren. Hier unsere ausführlichen Testberichte von Monese und Revolut:

Revolut

Geschwindigkeit: 4/5

Konto und Karte: 3.5/5

Kosten: 4/5

Features: 4.5/5
ERGEBNIS
4.0
05/2022

Geschwindigkeit: 4/5

Konto und Karte: 3.5/5

Kosten: 4/5

Features: 4.5/5
Google Pay LogoApple Pay LogoVISA LogoMastercard Logo
  • Kostenloses Konto inklusive Kreditkarte ohne Schufa
  • 4 verschiedene, jederzeit kündbare Abo-Modelle
  • Gebührenfreie Bargeldabhebung bis zu 200€ oder 5 Stück pro Monat
  • Virtuelle Kreditkarten für Einmalzahlungen
  • Einfacher Umtausch von Kryptowährungen und Rohstoffen
  • Gebührenfreier Währungsumtausch in 30 Währungen bis zu 1000€ pro Monat

Monese

Geschwindigkeit: 5/5

Konto und Karte: 4/5

Kosten: 4.5/5

Service: 4/5
ERGEBNIS
4.3
05/2022

Geschwindigkeit: 5/5

Konto und Karte: 4/5

Kosten: 4.5/5

Service: 4/5
Google Pay LogoApple Pay LogoMastercard Logo
  • Sofortige Kontoeröffnung in 3 Minuten, ohne SCHUFA-Check
  • Kostenloser Account mit Sofortaufladung und Mastercard Debitkarte
  • Support in 14 Sprachen, inkl. Türkisch, Rumänisch, Polnisch, Italienisch und mehr
  • Keine Adressverifikation, kein SCHUFA-Check notwendig
  • Internationale Überweisungen in 19 verschiedenen Währungen
  • Kostenlose virtuelle Kreditkarte zum Online-Zahlen, sofort verfügbar

Tipps & Tricks für sicheres Bezahlen mit der Kreditkarte

Da Du online aufpassen solltest, dass Du Deine Kreditkarte korrekt einsetzt und nicht auf Betrüger oder unseriöse Anbieter reinfällst, solltest Du einige Sachen beachten. Seit dem 13. Januar 2018 ist die Zahlungsdiensterichtlinie II (Richtlinie (EU) 2015/2366) in Deutschland in Kraft, die die Sicherheit von Zahlungen mit Kreditkarte noch einmal erhöht hat. Die "Payment Service Directive 2" macht die Zwei-Faktor-Authentifizierungen bei Online-Zahlungen verpflichtend. Das bedeutet in der Praxis, dass Du Kreditkartenzahlungen meist über das TAN-Verfahren mit einem Sicherheitscode, der Dir extra für die Zahlung zugesandt wird, bestätigen muss. Mehr Informationen zu PSD2 findest du bei der Bundesbank.

Es gibt noch ein paar weitere Dinge, die Du beachten solltest um die Sicherheit Deiner Kreditkarte zu erhöhen:

  • Unterschreibe Deine Karte, sobald Du sie erhalten hast.
  • Präge Dir Deine PIN gut ein. Schreibe sie nicht auf und gebe die PIN weder persönlich noch per E-Mail oder Telefon weiter. Deine Bank würde Dich nie nach Deiner PIN fragen.
  • Wenn Du mit Deiner Kreditkarte einkaufen gehst, achte darauf, dass der angegebene Betrag auf dem Beleg korrekt ist und Du Deine Karte direkt vom Verkäufer zurückbekommst.
  • Schreibe die Kartenprüfnummer nie auf.
  • Geben Deine Kreditkartennummer und Kartenprüfnummer nur auf seriösen Seiten ein. In der Regel nutzen die meisten Unternehmen verschlüsselte Seiten um ein Auslesen dieser sensiblen Daten zu vermeiden. Diese SSL verschlüsselten Seiten erkennst Du an der Adresszeile, die mit https:// beginnt. Seriöse Online Shops erkennst Du auch an bekannten Gütesigeln wie dem TÜV-Zertifikat und einem ausführlichen Impressum.
  • Kontrolliere regelmäßig Deine Abrechnungen. Fehlerhafte Buchungen können dann zeitnah widerrufen werden und ein Rückbelastung angefordert werden.
  • Kreditkarte bei Betrugsverdacht umgehend sperren lassen: Mache Dir eine Liste aller Kreditkartennummern: von Deiner Sparkassen Kreditkartennummer, der Volksbank Kreditkartennummer und weiteren. Zusätzlich solltest Du auch die Telefonnummern der Service-Hotlines notieren, um sie immer schnell griffbereit zu haben wenn Du Deine Karte sperren musst.

Die wichtigsten Fragen zu Kreditkartennummer und Kreditkarte

Wo steht die Kreditkartennummer?

Die Kreditkartennummer findest Du meist auf der Vorderseite Deiner Kreditkarte Hier ist sie in der Regel in vier Blöcke mit jeweils 4 Ziffern aufgeteilt. Anhand der ersten beiden Ziffern kannst du schon erkennen ob es sich um eine VISA oder Mastercard handelt. VISA Kreditkarten beginnen immer mit einer 4, Mastercard Kreditkarten mit einer 51, 52, 53, 54 oder 55.

Manche Kartenanbieter, insbesondere neue Banken und Fintechs, packen die Nummer auf die Rückseite, beispielsweise Revolut, Nuri, Monese und mittlerweile sogar die DKB.

Was ist die Kreditkartennummer?

Die Kreditkartennummer ist eine meist aus 12-16 Ziffern bestehende Zahl, die Deiner Kreditkarte fest zugeordnet ist. Jede Kreditkartennummer ist einmalig. Die Kreditkartennummer ist "der Personalausweis" der Kreditkarte, mit dem sich die Kreditkarte und das zugehörige Konto bei Zahlungen identifizieren lassen.

Was ist die Kreditkartenprüfnummer/CVV/CVC?

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass die Begriffe Kreditkartenprüfnummer, CVV und CVC alle das gleiche meinen. Die Kartenprüfnummer besteht aus 3 oder 4 Ziffern und steht meist auf der Rückseite deiner Kreditkarte oder Debitkarte, meist rechts im Unterschriftfeld. Sie dient zu zusätzlichen Authentifizierung deiner Credit Card bei Onlineeinkäufen und ist ein weiteres Sicherheitsmerkmal.

Reicht die Kreditkartennummer für Zahlungen mit der Kreditkarte?

Für die Bezahlung beim Online-Shopping reicht die Kreditkartennummer allein nicht. Du musst bei einer Online-Bezahlung die gültige Kreditkartennummer, das Verfallsdatum und die Kartenprüfnummer angeben.

Beim bezahlen vor Ort im Laden oder Restaurant wird bei einem Betrag, der höher als 50€ liegt auch die persönliche PIN benötigt.

Wie lange ist meine Kreditkarte gültig?

Die Gültigkeitsdauer variiert, da diese von den kartenausgebenden Banken und Sparkassen festgelegt wird. Oft hat eine Kreditkarte aber eine Gültigkeit von 5 Jahren.

Wann ändert sich die Kreditkartennummer?

Wenn Du nach Ablauf der Gültigkeit eine neue Kreditkarte bekommst, behältst Du Deine Kreditkartennummer, die Prüfnummer auf der Rückseite ändert sich aber. Meldest Du einen Verlust oder Diebstahl und lässt Du Deine Karte sperren, so erhältst Du eine neue Karte mit einer neuen Kreditkartennummer.

Grundsätzlich ändert sich die Kreditkartennummer natürlich auch wenn Du die Bank oder das Kreditkartenkonto änderst.

Kann man den Inhaber mit der Kreditkartennummer identifizieren?

Nicht direkt. Eine Kreditkarte enthält viele Informationen und Merkmale, eine Identifikation des Inhabers ist allein mit Hilfe der Kreditkartennummer aber aus Datenschutzgründen nicht möglich. Banken können aber durch die Kreditkartennummer das zugehörige Kreditkartenkonto abfragen und dann auch den Inhaber identifizieren.

Wann werden Zahlungen vom Konto abgebucht?

Die meisten Kreditkarten, die Charge Cards mit Kreditrahmen sind, haben eine monatliche Abrechnung. Das heißt Du erhältst jeden Monat eine Kreditkartenabrechnung. Je nach Anbieter gibt es auch die Möglichkeit einer wöchentlichen oder zweimonatigen Abrechnung. Bei Debit-Kreditkarten hingegen wird Dein hinterlegtes Konto direkt belastet und Prepaid-Kreditkarten funktionieren nur auf Guthabenbasis.

Welche Daten der Kreditkarte werden wann und wie benötigt?

Für die Zahlung vor Ort im Geschäft, Hotel oder Restaurant wird lediglich die PIN oder eine Unterschrift benötigt, welche mit der Unterschrift auf der Rückseite Deiner Karte abgeglichen wird, benötigt. Für den Online Bezahlvorgang musst Du die Kreditkartenprüfnummer parat haben, diese dreistellige Zahl findest Du auf der Rückseite Deiner Karte. Zudem brauchst Du die Kreditkartennummer und das Gültigkeitsdatum. Mit Deiner Kreditkarte kannst Du auch Geld abheben, dafür musst Du am Automaten Deine Geheimnummer eingeben.

Wie kann ich meine Kreditkarte sperren lassen?

Bei Betrugsverdacht oder Diebstahl solltest Du Deine Kreditkarte so schnell wie möglich sperren lassen. Die zentrale Sperr-Notrufnummer 116116 kannst Du jederzeit kostenfrei anrufen und Deine Karte sperren lassen. Aus dem Ausland kannst Du den Dienst unter 0049 116116 erreichen, dabei können Kosten anfallen.

Wozu benötigt man die Kreditkartennummer?

Die Kreditkartennummer, ist vor allem bei Online Zahlungen wichtig. Möchtest Du online mit Kreditkarte bezahlen, musst du die Kreditkartennummer angeben. Somit weiß die Bank, bzw. der Händler, von welchem Kreditkartenkonto die Zahlung abgehen soll.

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