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Kreditlexikon

Damnum

Das Damnum ist ein Darlehensabgeld. Bei der Auszahlung eines Kredits kommt es zum Damnum, in dem die Bank das Abgeld behält. Vereinfach berechnet: beträgt z.B. ein Darlehen 100.000 Euro und das Damnum 5 %, werden der eigentlichen Darlehenssumme 5.000 Euro abgezogen. Schließlich werden dem Kreditnehmer der Betrag in Höhe von 95.000 Euro ausbezahlt.

Darlehen

Bei einem Darlehen handelt es sich um einen schuldrechtlichen Vertrag zwischen einem Darlehensschuldner (Darlehensnehmer) und einem Gläubiger (Darlehensgeber) (§§ 145 ff. BGB). Dem Darlehensnehmer wird entweder Geld oder eine vertretbare Sache über einen vereinbarten Zeitraum zum Gebrauch überlassen (§ 488 I S. 1 BGB). Der Darlehensnehmer verpflichtet sich mit Ende der Laufzeit zur Rückerstattung des Geld- (§§ 488-498 BGB) oder Sachdarlehens (§§ 607-609 BGB) an den Darlehensgeber (§ 488 I S. 2 BGB). Darlehen sind in der Regel entgeltlich, d.h. neben dem Darlehen fällt noch ein Zins an. Unentgeltliche Darlehen werden meist für die Immobilienfinanzierung gewährleistet. Umgangssprachlich werden Darlehen und Kredit oft synonym verwendet, rechtlich gesehen bestehen allerdings einige Unterschiede. Ein Darlehen ist eine Unterform des Kredits und grenzt sich durch eine längere Laufzeit sowie einem höheren Darlehensvolumen vom Kredit ab. Obgleich zahlreiche Kreditarten auch als Darlehen gelten, gibt es einige Formen, wie zum Beispiel Garantien oder Bürgschaften, die nicht unter den Begriff Darlehen fallen. Zudem unterscheiden sich Darlehen durch die Art der Rückzahlung auch untereinander. Während sich das Annuitätendarlehen – überwiegend bei der Immobilienfinanzierung – dadurch kennzeichnet, dass konstante Rückzahlungen (=Annuitäten) anfallen, die sich aus steigenden Tilgungen und sinkenden Zinsen zusammensetzen, wird beim endfälligen Darlehen die gesamte Summe zum Ende der Laufzeit gezahlt. Beim Tilgungsdarlehen bleibt die Tilgung über den gesamten Zeitraum hinweg konstant, die Anpassung der Zinsen an das verbliebene Kapital hingegen erfolgt monatlich.

Dispositionskredit bzw. Dispokredit

Unter einem Dispositionskredit („geduldete Überziehung“) wird eine Überziehungsmöglichkeit in Form eines Darlehens – im Sinne von §§ 488 ff. BGB – verstanden (§ 493 BGB). Dadurch sind Bankkunden in der Lage, selbst bei einem nicht gedeckten Girokonto, Zahlungen bis zu einem vereinbarten Limit zu tätigen. Die Überziehungsprovision kann den bis zu dreifachen Wert der regelmäßigen Zahlungseingänge annehmen. Als regelmäßige Zahlungen werden neben Gehältern und Löhnen auch Renten oder Unterhaltszahlungen verstanden. Daher können alle Lohn- und Gehaltsempfänger sowie Rentenempfänger, Studenten, Auszubildende, etc. einen Dispokredit beantragen. Voraussetzung sind Volljährigkeit des Antragstellers und ausreichende Bonität. Aufgrund der hohen Zinsen, die beim Dispokredit gezahlt werden müssen, eignet sich dieser nicht für die dauerhafte Inanspruchnahme. Hierbei handelt es sich um tägliche Sollzinsen auf die, beim Überziehen des Limits, zusätzlich Überziehungszinsen anfallen. Die Zinsen beim Dispokredit sind variabel und abhängig von den Marktzinsen. Wird ein Dispokredit in Anspruch genommen, kommt es zu einem Eintrag in die Schufa des Kunden.

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