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Finanzlexikon

Tagesgeld

Ein Tagesgeldkonto ist ein Geldanlagekonto ohne bestimmte Laufzeit, aber mit Verzinsung. Tagesgeldkonten haben meistens ein bestimmtes Mindestguthaben, das nicht unterschritten werden darf (kein Dispositionskredit). Sie sind darüber hinaus nicht für den täglichen Zahlungsverkehr vorgesehen (Guthabenkonto). Der Vorteil von Tagesgeld- gegenüber Festgeldkonten ist, dass Anleger täglich über das Geld auf ihrem Konto verfügen können. Bei Festgeldkonten ist das erst nach Beendigung der Laufzeit oder bei Vertragskündigung möglich. Eine Vertragskündigung führt meist wiederum dazu, dass die Zinsen nicht ausgezahlt werden. Der Nachteil von Tagesgeldkonten besteht darin, dass man gegenüber anderen Anlageformen sehr niedrige Zinsen erhält. Insbesondere in der derzeitigen Niedrigzinsphase sind andere Anlagemöglichkeiten daher attraktiver. Des Weiteren sind Tagesgeldkonten variabel verzinst, was zur Folge hat, dass sich die Höhe der Zinsen dem jeweiligen Marktniveau anpasst. Niedrigere Leitzinssätze haben daher eine niedrigere Rendite für Anleger zur Folge. Bei Festgeldkonten ist das nicht der Fall, sofern der Zinssatz vor der Zinssenkung gesichert wurde. Die Verzinsung erfolgt je nach Anbieter unterschiedlich. Bei manchen Anbietern werden die Zinsen monatlich, bei anderen wiederum quartalsweise oder jährlich ausgezahlt. Je nach Intervall können Anleger hier vom Zinseszins-Effekt profitieren, der sich dadurch entweder früher, oder später bemerkbar macht. Die Zinsen eines Tagesgeldkontos sind meist höher als bei einem Sparbuch. Einlagen auf Tagesgeldkonten sind laut Gesetz bis zu einer Höhe von 100.000€ gesichert.

Terminbörse

An einer Terminbörse werden Termingeschäfte gehandelt. Diese beinhalten unter anderem Futures und Optionen. Andere Namen für Terminbörse sind beispielsweise Derivatebörse oder Optionsbörse. Termingeschäfte sind Handlungen, die zwar in der Gegenwart beschlossen, aber erst in der Zukunft abgewickelt werden. Rund um die Welt gibt es einige bekannte Terminbörsen. Die EUREX ist eine der weltweit größten Terminbörsen und entstand durch die Fusion der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Schweizer SOFFEX. Weiters gibt es noch die Chicago Mercantile Exchange, eine der ältesten ihrer Art. Das Gegenteil einer Terminbörse ist der Spotmarkt, auch bekannt als Kassabörse. Dort findet die Erfüllung des Vertrages sofort, also zumindest binnen 2 Tagen, statt.

Timing

Als Timing bezeichnet man oft die Fähigkeit, ein Finanzprodukt zu einem guten Zeitpunkt zu kaufen, und zum richtigen Zeitpunkt wieder zu verkaufen. Handelt es sich beispielsweise um Wertpapiere, liegt der Ankaufspreis bei einem guten Timing unter dem Verkaufspreis, wodurch für den Investor durch den Kursgewinn Rendite entstehen. Investiert man längerfristig in Aktien, kommen auch Dividenden als Form der Rendite hinzu. Das Timing ist daher ein essenzieller Faktor bei der Geldanlage. Abgesehen vom richtigen Kaufs- und Verkaufsmoment eines Finanzproduktes spielt auch die Dauer der Geldanlage eine Rolle. Investiert man beispielsweise über einen kurzen Zeitraum hinweg in Aktien, ist das Verlustrisiko durch Kursschwankungen meist höher als bei einem längerfristigen Zeitraum. Wertpapierkurse tendieren über eine längere Zeitspanne eher dazu, sich wieder auszugleichen. Um das Timing relativ gut einschätzen zu können, sollte man als Investor sowohl über wirtschaftliche, als auch über politische Nachrichten und technische Neuerungen informiert sein, da diese den Aktienmarkt beeinflussen.

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