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Finanzlexikon

Negativzinsen

Nominalzinsen werden bei einem Zinsniveau unter null zu Negativzinsen. Negative Realzinsen entstehen bei einer Rendite unterhalb der Inflationsrate. Das bedeutet, dass Kreditgeber dem Darlehensnehmer einen Prozentsatz zahlen, damit dieser einen Kredit bei ihnen nimmt. Kreditgeber zahlen somit eine Gebühr dafür, dass sie ihr Geld an andere Personen borgen können oder in der Bank anlegen dürfen. Negativzinsen können beispielsweise bei einem äußerst niedrigen Zinsniveau auftreten, das knapp bei oder genau an der 0%-Grenze liegt. Durch die derzeitige Niedrigzinsphase kommt es immer öfter zu negativen Zinsen. Anleger verlieren dadurch Geld Umgekehrt wird es für Kreditnehmer vorteilhafter, ein Darlehen aufzunehmen. Niedrigzinsen werden oft auch als „Strafzinsen“ bezeichnet. Bei einem positiven Zinsniveauüber der Inflationsrate bekommen Anleger eine Gebühr in der Form von Zinsen dafür entrichtet, dass sie ihr Kapital an andere Personen oder Unternehmen verleihen. Das Verleihen von Geld ist für Anleger mit einem gewissen Risiko verbunden. Um Risiko und Ertrag abzuwägen macht eine entsprechende Rendite die Anlage von Kapital attraktiv. Bei Negativzinsen ist das nicht der Fall, da Anleger ein Risiko eingehen, und gleichzeitig dafür zahlen müssen, ihr Geld zu verleihen. Erstmals ersichtlich wurden Negativzinsen im Juni 1972 in der Schweiz erhoben, um den Zufluss von Spekulation in das Land zu verringern.

Nennwert

Bei einem Nennwert handelt es sich um den nominalen Wert von Geld. Dieser Wert ist gesetzlich festgelegt. Wird das Geld rechtlich oder allgemein nicht als Zahlungsmittel akzeptiert, kann man damit nicht bezahlen. Dadurch wäre der Nennwert, der auf dem jeweiligen Stück Bargeld vermerkt ist, hinfällig. Der reale Wert des Papiers, auf dem das Geld gedruckt wird, ist normalerweise niedriger als der Nennwert des Geldes. Abgesehen davon kann der Nennwert auch den Wert eines Wertpapieres beschreiben. Dieser Wert wird zum Zeitpunkt der Ausgabe festgelegt. Insbesondere bei Aktien kann der Kurswert vom Nennwert der Aktie durch Kursschwankungen abweichen. Je nachdem, ob das Wertpapier einer hohen oder niedrigen Volatilität ausgesetzt ist, fallen diese Kursschwankungen stärker oder geringer aus.

New York Stock Exchange (NYSE)

Die in der Wall Street in Manhattan ansässige New York Stock Exchange ist die weltweit größte Wertpapierbörse. Sie ist Teil der IntercontinentalExchange, die ihren Sitz in Atlanta, USA hat. Die ersten Staatsanleihen wurden für den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1790 von der US-Regierung herausgegeben. Der Handel mit diesen Kriegsanleihen ebnete den Weg für den Wertpapiermarkt in den USA. Der Grundstein der Börse wurde 1792 gelegt. Von 24 Brokern wurde das Buttonwood Agreement unterzeichnet, in dem festgelegt wurde, dass der Handel in US-Dollar abgewickelt werden sollte, und dass 0,25% für den Wertpapierhandel zu berechnen sind. Das erste offizielle Reglement gab es 1817, als das „New York Stock & Exchange Board“ in der Wall Street gegründet wurde. Einige Jahre später, im Dezember 1835, wurde ein Großteil der Wall Street bei einem Brand zerstört. Seit 1903 befindet sich die New York Stock Exchange an ihrer heutigen Adresse, der Wall Street 11. Der Eingang befindet sich in der Broad Street, die eine Querstraße der Wall Street ist. Am 24. Oktober 1929 kam es am „Black Thursday“ (Schwarzer Donnerstag) nach einer Panik der Anleger zu einem Einbruch des Dow-Jones-Index. Er gilt aus Auslöser der „Great Depression“, der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre. 2003 wurde von der NYSE eine Kooperation mit der NASDAQ begonnen, die bis zu diesem Zeitpunkt eine der größten Konkurrentinnen der NYSE war. Die Wall Street, in der sich die NYSE befindet, bildet das Zentrum des Finanzdistrikts von New York. Nicht nur die Börse befindet sich dort; es sind zahlreiche andere große Finanzinstitute ansässig. Durch die Größe dieser Kreditinstitute spricht man von „systemrelevanten Instituten“, da sie ein wesentlicher Bestandteil des Finanzmarktes sind.

Niedrigzinsen

Niedrigzinsen sind Nominalzinsen, die nahe an der 0%-Grenze liegen. Das kann mitunter zu Negativzinsen führen. Kreditnehmer profitieren von niedrigen Zinsen, da sie für das Leihen von Geld nur eine sehr geringe Gebühr entrichten müssen. Bei der Rückzahlung eines Darlehens fallen somit kaum zusätzliche Kosten an. Daher verspüren Marktteilnehmer auf der Kreditseite den Vorteil, kostengünstig an Kredite zu kommen. Niedrigzinsen basieren auf dem niedrigen Leitzinssatz der Zentralbank. Sparer, die ihr Geld konventionell auf einem Sparbuch angelegt haben, verlieren dadurch oft Geld, da die Zinsrate geringer ist als die Inflationsrate, die zu einer Entwertung des Geldes führt. Für Anleger werden konventionelle Anlagemethoden daher unattraktiv. Je nach Anlageform haben Anleger das Risiko, bei einer Investition ihr Erspartes zu verlieren. Hinzu kommt, dass sie für das Verleihen ihres Kapitals, zum Beispiel in Form von Bankeinlagen, kaum Rendite bekommen. Durch Anlageformen mit einem höheren Risiko können sowohl ein höherer Gewinn, als auch ein großer Verlust verzeichnet werden. Abhilfe schaffen können Online-Crowdlending Plattformen, die aufgrund niedriger Betriebskosten die Zinsen der Kreditnehmer fast unverändert an Anleger weiterreichen können. Das bietet den Vorteil eines konservativen Risikoprofils bei attraktiver Rendite.

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