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Finanzlexikon

Magisches Dreieck

Das magische Dreieck der Geldanlage beschreibt die drei Ziele, die Anleger bei einer Investition verfolgen können: Rendite, Sicherheit, und Liquidität. Da alle drei Faktoren jedoch mit gegenseitigen Zielkonflikten verbunden sind, sind maximal zwei der drei Ziele gleichzeitig in vollem Ausmaß erreichbar. Die höchstmögliche Sicherheit ist beispielsweise nicht mit der maximalen Rendite kombinierbar. Aus diesem Grund müssen Anleger zumindest bei einem der drei Faktoren Abstriche in Kauf nehmen. Die Rendite beschreibt den Ertrag, den eine Geldanlage bringen kann. Anlagen mit höheren Risiken bieten meistens eine höhere erwartete Rendite. Dafür ist jedoch das Verlustrisiko höher und die Sicherheit geringer. Je nach Finanzprodukt sind die Risiken für Anleger größer oder geringer. Durch eine Diversifikation des Anlageportfolios können Anleger Risiken minimieren, da das Geld auf mehrere Anlagearten aufgeteilt wird. Dadurch wird das Ausfallsrisiko verringert. Der Faktor Liquidität beschreibt die Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Beim Abschluss eines Festgeldkontos ist das investierte Vermögen für eine gewisse Laufzeit an die Anlageform gebunden, was bedeutet, dass es für den täglichen Zahlungsverkehr nicht zur Verfügung steht. Daher ist wichtig zu definieren, ob eine Geldanlage kurz-, mittel- oder langfristig abgeschlossen werden soll. Die Laufzeit hängt primär vom Ziel des Anlegers ab. Dient das Geld für den nächsten Sommerurlaub, sollte die Laufzeit kürzer gewählt werden als beispielsweise für die Altersvorsorge.

Marktkapitalisierung

Unter der Marktkapitalisierung versteht man den Gesamtwert der Anteile eines Unternehmens, das an der Börse notiert ist. Die Marktkapitalisierung wird durch den aktuellen Kurs der Aktie und der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile des Unternehmens errechnet. Die in Eigenbestand befindlichen Anteile des Unternehmens werden bei der Berechnung der Marktkapitalisierung nicht berücksichtigt. Wenn zum Beispiel die Anzahl der Aktien, die sich im Umlauf befinden, 500.000 beträgt, und der Börsenkurs je Aktie 100 Euro, dann ergibt das eine Marktkapitalisierung von 50.000.000 Euro. Die Marktkapitalisierung zeigt die aktuelle Meinung des Marktes zum Wert des Eigenkapitals einer börsennotierten Firma. Sie ergibt sich somit aus dem Angebot und der Nachfrage nach Unternehmensaktien. Ein Faktor, der die Marktkapitalisierung stark beeinflusst, ist daher der Aktienmarkt und die Erwartungen von Investoren. Wenn die aktuelle Leistung des Unternehmens beispielsweise nicht den Erwartungen der Investoren entspricht, kann das mitunter mehr oder weniger starke Kursschwankungen verursachen. Diese Kursschwankungen wirken sich dann auf den Wert des Eigenkapitals des Unternehmens aus. Abgesehen von der Marktkapitalisierung gibt es aber noch andere Faktoren, die zur Bewertung eines Unternehmens herangezogen werden können. Sie werden oft im Rahmen von Transaktionen, beispielsweise beim Kauf oder Verkauf eines Unternehmens, angewendet.

Marktschwankungen

Marktschwankungen beschreiben regelmäßige Auf- und Abschwünge des Marktes, die durch Marktbeobachtungen analysiert werden können. Diese Schwankungen können sowohl jahreszeitlich, als auch alle paar Jahre auftreten. Abhängig davon spricht man von saisonalen Schwankungen oder Konjunkturschwankungen. Saisonschwankungen sind mit dem Wechsel der Jahreszeiten verbunden. In den Wintermonaten gibt es beispielsweise saisonale Arbeiter in Tourismusregionen, was zu einer geringeren Arbeitslosigkeit führen kann. Außerdem können Skiorte durch den Tourismus in der kalten Jahreszeit oft hohe Umsätze verbuchen. In den Sommermonaten ist die Anzahl an Touristen jedoch oft geringer, was zu einem verringerten Wirtschaftswachstum führt. Saisonale Schwankungen treten daher meist nur in gewissen Wirtschaftsbereichen auf, wie zum Beispiel im Tourismus oder der Landwirtschaft. Konjunkturschwankungen sind durch den Konjunkturzyklus sichtbar und beschreiben das Auf- und Ab des gesamten Wirtschaftswachstums. Die im Wirtschaftszyklus auftretenden Aufschwünge, sogenannte Hochkonjunkturen, stehen Abschwüngen, den Rezessionen, gegenüber. Diese Bewegungen beziehen sich, im Gegensatz zu saisonalen Schwankungen, auf die gesamte Wirtschaftslage und sind längerfristig sichtbar. Saisonale Schwankungen hingegen treten kurzfristiger auf. Basierend auf den Entwicklungen der Wirtschaftslage werden durch Konjunkturzyklen Trends für zukünftige Entwicklungen sichtbar. Im Gegensatz zu Marktschwankungen steht die Marktverschiebung, die eine Strukturwandlung, also eine Marktänderung zwischen Angebot und Nachfrage, beschreibt.

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