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Finanzlexikon

DAX

DAX ist die Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er ist somit der Leitzindex des deutschen Aktienmarktes und auch international von Bedeutung. Am DAX kann die Entwicklung der 30 größten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gelistet sind, abgelesen werden. Die Einführung des DAX erfolgte 1988 mit 1000 Indexpunkten. Die Marktkapitalisierung des DAX betrug im Februar 2017 971,8 Milliarden Euro. Um in den DAX aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen einige Kriterien erfüllen. Die Kapitalgesellschaft muss im Prime Standard gelistet sein, das Segment der Frankfurter Börse mit den höchsten Transparenzstandards. Des Weiteren müssen die Aktien des Unternehmens mit Xetra gehandelt werden und der Streubesitz muss zumindest 10% betragen. Abgesehen davon muss der Sitz des Unternehmens in Deutschland liegen. Die umsatzstärksten Aktien werden auch als Blue-Chips bezeichnet. Dieser Begriff kommt aus dem Pokerspiel, da die blauen Jetons im Poker am meisten wert waren. Sie zeichnen sich durch ein hohes Handelsvolumen und meist geringeren Kursschwankungen aus. Sowohl Bekanntheitsgrad, als auch ein stabiles Umsatzwachstum tragen zum Erfolg von Blue Chips bei. Für Anleger sind sie attraktiv, da Dividenden regelmäßig ausgezahlt werden und diese Unternehmen meist gute Wachstumsperspektiven aufweisen. Große DAX-Unternehmen, wie beispielsweise Siemens, Volkswaken oder Daimler, sind deutsche Blue Chips.

Depot

Es gibt zwei Arten von Depots: offene und geschlossene Depots. Unter einem geschlossenen Depot versteht man beispielsweise einen Banktresor. Somit können in einem geschlossenen Depot Wertgegenstände, wie Schmuck oder Uhren, gelagert werden. Das Depot wird dann von einem Depotverwalter verwaltet. Ein Depotkonto hingegen ist ein offenes Depot. Die Funktion eines offenen Depots ist ähnlich derer eines Kontos – mit der Ausnahme, dass in einem Depot kein Geld, sondern Wertpapiere aufbewahrt werden können. Wertpapiere, die auf Depots verwahrt werden können, sind unter anderem Aktien, Anleihen, Zertifikate, Investmentfonds oder Derivate. Für die Nutzung eines Depots muss bei einigen Banken eine Depotgebühr entrichtet werden. Beim Handel mit Wertpapieren fallen zusätzlich noch Handelsgebühren an.

Depotbank

In einer Depotbank können Sondervermögen, wie beispielsweise Wertpapiere oder Aktien, von Fonds in Depots deponiert werden. Jedes von der BaFin zugelassene Kreditinstitute kann als Depotbank agieren, bei der Wertpapiere hinterlegt werden können. Auf Basis des Investmentgesetzes dürfen Kapitalanlagegesellschaften das Fondsvermögen, dass ihnen zu Investitionszwecken anvertraut wird, nicht eigenständig aufbewahren. Das dient der gegenseitigen Kontrolle von Fondsgesellschaft und Depotbank. Falls die Fondsgesellschaft, die das Kapital verwaltet, insolvent wird, geht das angelegte Geld dadurch auch nicht verloren. Daher muss das verwaltete Vermögen in einem Depot eines unabhängigen Kreditinstitutes deponiert werden. Einige Geschäfte dürfen von der Investmentgesellschaft auch nur mit der Zustimmung der Depotbank durchgeführt werden. Depotbanken verwalten jedoch nicht nur das in Fonds angelegte Vermögen. Sie bestimmen den Wert des Kapitals, das investiert ist, und regeln den Anlegerschutz. Für die Leistungen von Depotbanken muss jedoch eine Depotgebühr entrichtet werden. Die Höhe dieser Zusatzkosten ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Depotbankgebühr

Unter Depotbankgebühren versteht man die Kosten, die für die Verwaltung eines Depots bei einem Kreditinstitut entsteht. Meist handelt es sich dabei um verwaltetes Fondsvermögen von Kunden bei einer Depotbank. Diese Fondsvermögen sind zum Beispiel Aktien oder andere Formen von Wertpapieren, die bei einer Depotbank hinterlegt werden. Der Grund, weshalb Kapitalanlagegesellschaften das von ihnen verwaltete Fondsvermögen nicht eigenständig, sondern bei Kreditinstituten deponieren müssen, liegt in der gegenseitigen Kontrolle von Depotbank und Fondsgesellschaft. Falls die Fondsgesellschaft, die das Kapital verwaltet, Insolvenz anmelden muss, liegt das investierte Geld bei der Depotbank und geht dadurch nicht verloren. Je nach Anbieter sind die Gebühren für Wertpapierdepots unterschiedlich. Sie richtet sich jedoch meist nach den unterschiedlichen Leistungen, die die Depotbank erbringt. Der Grund für Depotbankgebühren sind die laufenden Kosten der Bank für die Verwaltung des Depots. Da für die Depotbankgebühr zusätzliche Kosten anfallen, die direkt aus dem Fondsvermögen bezahlt werden müssen, mindert sie zusätzlich zu anderen Abgaben den Gewinn eines Fonds.

Direktbank

Als Direktbank bezeichnet man Kreditinstitute, die eine Banklizenz besitzen und Bankgeschäfte betreiben, jedoch über kein eigenes Filialnetz verfügen. Im Gegensatz dazu stehen die Filialbanken, die meist ein ausgedehntes Filialnetzwerk haben und den persönlichen Kontakt zu den Kunden suchen. Durch Fernkommunikationsmittel wie beispielsweise Telefon, Handy oder E-Mail ist es für Direktbanken nicht notwendig, eigene Filialen zu betreiben. Diese Art des Vertriebes ist auch als Direct Banking bekannt, was den Direktbanken ihren Namen gibt. Die Geschäftsprozesse, die bei Filialbanken in der Filiale abgewickelt werden, können bei Direktbanken durch Onlinedienste betrieben werden. Abgesehen vom Zahlungsverkehr und Girokonten bieten Direktbanken Geldanlageoptionen, Wertpapiergeschäfte, Kreditkarten und Kreditfinanzierungen an. Eine der weltweit ersten Direktbanken war die Bank für Spareinlagen und Vermögensbildung, die 1965 in Frankfurt gegründet wurde. Später wurde sie in die Allgemeine Deutsche Direktbank AG umgewandelt. Sie ist der Vorläufer der ING-DiBa. Da es im Jahr 1965 noch keine Onlineangebote gab, wurde der Kontakt mit den Kunden mit Briefen abgewickelt. Die Einlagen von Sparern sind auch bei Direktbanken bis zu einer Summe von 100.000€ gesichert. Somit unterliegen sie, gleich wie andere Kreditinstitute, dem Einlagensicherungsgesetz.

Diversifikation bzw. Streuung

Bei der Geldanlage greift man zur Diversifikation, um Risiken abzubauen. Diversifikation beschreibt die Aufteilung von angelegtem Geld auf mehrere Anlageobjekte. Durch diese Streuung des Risikos wird die Wahrscheinlichkeit, dass unerwartete Ereignisse eintreten, verringert. Dadurch steigt die Sicherheit für Anleger. Bei der Diversifikation wird das Ziel verfolgt, Wachstum und Risiko auszugleichen. Wenn man beispielsweise eine große Geldsumme in die Aktien eines einzelnen Unternehmens investiert, und dieses Unternehmen rote Zahlen schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sein Vermögen verliert, recht hoch. Wenn das investierte Geld jedoch auf die Aktien verschiedener Firmen aufgeteilt wird, wird das Ausfallsrisiko verkleinert. Dadurch wird das Risiko gestreut und die Diversifikation des Portfolios erweitert. Durch Diversifikation werden somit weitere Produkte erschlossen und in ein Portfolio aufgenommen.

Dividende

Ein Teil des Gewinns, der durch die Investition in Aktien verdient werden kann, wird als Dividende bezeichnet. Dividenden werden von Aktiengesellschaften an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Gesetz wird statt dem Begriff „Dividende“ der „auszuschüttende Betrag“ verwendet. Bares Geld ist für die Auszahlung von Dividenden nicht zwingend notwendig – laut Aktiengesetz sind auch Sachwerte zulässig. Dividenden eröffnen Aktionären die Möglichkeit, am Gewinn des Unternehmens beteiligt sein. Bei deutschen Aktiengesellschaften ist es Usus, dass Dividenden einmal jährlich ausgeschüttet werden. Hierfür wird das vergangene Geschäftsjahr als Bass verwendet. Auf Vorschlag des Vorstands wird in der Hauptversammlung per einfacher Mehrheit über die Höhe der Dividende entschieden. Einkünfte aus Dividenden müssen in Deutschland durch die Abgeltungssteuer versteuert werden. Die bekannteste Form der Abgeltungssteuer ist die Kapitalertragssteuer. Exklusiv des Solidaritätszuschlages beträgt sie 25%. In Ländern außerhalb Deutschlands, beispielsweise in den USA, Großbritannien, Kanada oder Japan, wird die Dividende nicht einmal, sondern vierteljährlich ausgeschüttet. Diese Art der Dividende wird als Quartalsdividende bezeichnet, da sie quartalsweise ausgezahlt wird. Für Investoren hat das den Vorteil, dass sie regelmäßig über den Stand des Unternehmens, an denen sie Anteile halten, informiert werden. Als Basis für die Quartalsdividende wird nicht das gesamte vergangene Geschäftsjahr, sondern der jeweilige Quartalsbericht als Grundlage verwendet.

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