Dispokredit: Was ist ein Dispo und wie funktioniert er?

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Ein Dispokredit ist ein Kreditrahmen auf Deinem Girokonto: Bis zu einer Grenze, die Deine Bank festlegt, darfst Du ins Minus gehen. Zinsen fallen nur auf den Betrag im Minus an und nur für die Tage im Minus. Eine feste Rate gibt es in der Regel nicht, und die Bank kann den Rahmen kürzen. Bleibt das Minus länger, hat ein Ratenkredit ein festes Ende.

Dein Konto steht bei minus 300 Euro, und die Bank hat die Handyrechnung über 40 Euro trotzdem abgebucht? Dann lief die Zahlung meist über Deinen Dispokredit, kurz Dispo.

Wir erklären Dir, wie der Rahmen funktioniert, wie die Zinsen berechnet werden und was die Bank vor dem Dispo prüft. Steht Dein Konto schon länger im Minus, findest Du auf unserer Seite Dispo ausgleichen, wie Du es mit festen Raten oder ohne neuen Kredit loswirst.

Was ist ein Dispokredit? Ein Kreditrahmen auf Deinem Girokonto

Ein Dispokredit, ausgeschrieben Dispositionskredit, ist ein Kreditrahmen, den Dir Deine Bank auf dem Girokonto einräumt. Bis zu dieser Grenze darfst Du Dein Konto überziehen, ohne für eine Ausgabe extra einen Kredit zu beantragen.

Im Gesetz heißt der Dispo „eingeräumte Überziehungsmöglichkeit“. Sobald Geld auf dem Konto eingeht, etwa Dein Gehalt, wird das Minus kleiner. Einen Dispo bekommst Du nur von der Bank, die Dein Girokonto führt; über uns fragst Du stattdessen einen Ratenkredit an.

Deine FrageBeim Dispo
📏 Wie hoch ist er?das legt Deine Bank fest, nachdem sie Deine Kreditwürdigkeit geprüft hat
💶 Was kostet er?Zinsen auf den Betrag im Minus, tagesgenau berechnet; den Zinssatz bestimmt Deine Bank
🔁 Wie zahle ich zurück?meist ohne feste Rate: jeder Geldeingang verkleinert das Minus
⏳ Was gilt bei Dauer-Minus?nutzt Du Deinen eingeräumten Rahmen 6 Monate ohne Unterbrechung und im Schnitt zu mehr als 75 Prozent, muss Dir die Bank eine Beratung anbieten
📄 Schaut die Bank in die SCHUFA?das darf sie: Vor dem Dispo kann sie eine Auskunft bei der SCHUFA oder einer anderen Auskunftei einholen

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So funktioniert der Dispo: Zinsen nur für die Tage im Minus

Zinsen zahlst Du nur auf den Betrag, um den Dein Konto im Minus steht, und nur für die Tage, an denen es im Minus steht.

Dein Rahmen liegt bei 1.000 Euro, Dein Konto steht bei 0 Euro, und am 1. des Monats gehen 700 Euro Miete ab. Ab diesem Tag steht das Konto bei minus 700 Euro. Kommt am 4. Dein Gehalt über 2.000 Euro, steht es bei plus 1.300 Euro, und Zinsen fallen nur für 3 Tage auf 700 Euro an.

Wie hoch der Zinssatz ist, bestimmt Deine Bank, deshalb nennen wir hier keine Zahl. In regelmäßigen Abständen muss sie Dir mitteilen, welchen Zinssatz sie angewendet und welche Kosten sie berechnet hat.

Der Rahmen gehört Dir nicht auf Dauer: Deine Bank kann ihn kürzen oder kündigen. Die Mindestfrist von 2 Monaten, die das Gesetz sonst bei der Kündigung eines Kredits ohne feste Laufzeit verlangt, gilt beim Dispo nicht. Kündigt die Bank, musst Du das Minus ausgleichen.

Und wenn Du über den Rahmen hinausgehst?

Dann entscheidet die Bank, ob sie eine Zahlung trotzdem ausführt; im Gesetz heißt das geduldete Überziehung. Verlangt die Bank dafür ein Entgelt, muss es mit seinen Bedingungen in Deinem Kontovertrag stehen.

Ist dafür ein Entgelt vereinbart und bleibt eine erhebliche Überziehung länger als 1 Monat bestehen, muss die Bank Dich unverzüglich informieren.

Vor- und Nachteile des Dispokredits: bequem für ein paar Tage

Vorteile

  • Sofort nutzbar: Steht der Rahmen, brauchst Du für eine Ausgabe von 50 oder 500 Euro keinen neuen Antrag.
  • Zinsen nach Tagen: Im Beispiel oben fallen Zinsen nur für 3 Tage auf 700 Euro an.

Nachteile

  • Kein Enddatum: Meist ohne feste Rate, deshalb ohne Tag, an dem das Minus sicher weg ist.
  • Minus wächst mit: Die Zinsen gehen vom überzogenen Konto ab, ein Minus von 700 Euro wird also größer.
  • Auf Abruf: Die Bank kann den Rahmen kürzen oder kündigen.
  • Teuer auf Dauer: Bei längerer Nutzung oft teurer als ein Ratenkredit.

Dispo oder Kredit: Was ist besser?

Für ein paar Tage im Minus ist der Dispo die einfachere Lösung, für mehrere Monate oft die teurere. Wir finden: Ein Dispo ist für die Lücke bis zum nächsten Gehalt gemacht. Bleibt das Minus Monat für Monat stehen, kostet ein Ratenkredit oft weniger, und das Ende steht schon beim Abschluss fest.

Für ein Dauer-Minus gibt es sogar eine eigene Regel im Gesetz: Nutzt Du Deinen Dispo 6 Monate ohne Unterbrechung und im Schnitt zu mehr als 75 Prozent des Rahmens, muss Dir Deine Bank eine Beratung anbieten. Bei einem Rahmen von 2.000 Euro heißt das 6 Monate lang ein Minus von im Schnitt mehr als 1.500 Euro.

Nimmst Du das Angebot an, geht es in der Beratung um günstigere Wege als den Dispo und um die Folgen, wenn das Konto weiter im Minus bleibt.

Über unseren Antrag fragst Du kostenlos bei mehreren unserer Partner gleichzeitig an: ab 100 Euro, mit mindestens 500 Euro Einkommen im Monat und einer Laufzeit ab 3 Monaten. Unser Rechner oben auf der Seite geht bis 10.000 Euro. Bei uns läuft die Kreditanfrage als Konditionsanfrage und senkt Deinen SCHUFA-Score nicht. Nach Deiner Unterschrift dauert die Auszahlung bei uns oft nur wenige Stunden; stellst Du den Antrag werktags bis 16 Uhr, kommt das Geld oft noch am selben Tag.

Alle Konditionen sind bonitätsabhängig und stehen verbindlich in Deinem Angebot, bevor Du abschließt.

Wie die Ablösung bei uns Schritt für Schritt läuft, welche Unterlagen Du brauchst und welche Wege es ohne neuen Kredit gibt, steht auf unserer Seite Dispo ausgleichen. Wie ein Minikredit für einen kleineren Betrag funktioniert, steht auf unserer Seite Minikredit, wie eine Umschuldung mehrere Kredite zu einer Rate zusammenführen kann, auf unserer Seite Umschuldung.

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Dispo und SCHUFA: Was prüft die Bank?

Sie prüft Deine Kreditwürdigkeit. Bevor Deine Bank Dir einen Dispo einräumt, muss sie klären, ob Du ihn zurückzahlen kannst. Ein Girokonto kommt deshalb nicht automatisch mit Dispo. Grundlage sind Deine eigenen Angaben und, wenn nötig, eine Auskunft bei der SCHUFA oder einer anderen Auskunftei.

Willst Du den Rahmen später deutlich erhöhen, prüft die Bank in der Regel noch einmal neu. Negative Einträge können dazu führen, dass sie den Rahmen kürzt oder gar keinen einräumt. Konten, die Banken trotz negativer SCHUFA eröffnen, laufen meist als Guthabenkonto ohne Dispo; welche es gibt, steht auf unserer Seite Girokonto ohne SCHUFA.

Für einen Ratenkredit über unseren Antrag entscheidet jeder unserer Partner selbst, ob er Dir trotz Eintrag ein Angebot macht. Mehr dazu auf unserer Seite Kredit trotz negativer SCHUFA.

Häufige Fragen zum Dispokredit

Ein Dispokredit ist ein Kreditrahmen auf Deinem Girokonto: Bei einem Rahmen von 1.000 Euro darfst Du bis minus 1.000 Euro gehen. Zinsen fallen nur auf das Minus an und nur für die Tage, an denen es besteht; eine feste Rate gibt es in der Regel nicht.

Eine feste Höhe gibt es nicht, auch das Gesetz nennt keine. Deine Bank legt den Rahmen nach der Prüfung Deiner Kreditwürdigkeit fest, vor allem nach Deinem Einkommen; für eine deutliche Erhöhung prüft sie in der Regel neu.

Nein. Die Bank darf einen Dispo nur einräumen, wenn nach ihrer Prüfung keine erheblichen Zweifel bestehen, dass Du ihn zurückzahlen kannst. Mit negativen SCHUFA-Einträgen bleibt oft nur ein Guthabenkonto ohne Dispo, mehr dazu auf unserer Seite Girokonto ohne SCHUFA.

Sie darf es: Vor dem Dispo muss die Bank Deine Kreditwürdigkeit prüfen und kann dafür eine Auskunft bei der SCHUFA oder einer anderen Auskunftei einholen. Negative Einträge können dazu führen, dass der Rahmen kleiner ausfällt oder ganz ausbleibt. Bei unserem Antrag ist die Kreditanfrage eine Konditionsanfrage, und Dein Score sinkt dadurch nicht.

Der Dispo ist für wenige Tage die einfachere Lösung, weil der Rahmen schon steht; ein Ratenkredit hat ein festes Ende. Wie die Ablösung läuft, steht auf unserer Seite Dispo ausgleichen.

Der Dispozins ist der Zinssatz, den Deine Bank für das Minus innerhalb Deines Rahmens berechnet. Steht Dein Konto 10 Tage bei minus 500 Euro, fallen Zinsen für diese 10 Tage auf 500 Euro an; welchen Satz die Bank angewendet hat, muss sie Dir regelmäßig mitteilen.

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