Bearbeitungsgebühr Kredit

Unzulässige Bearbeitungsgebühren für Privatkredite zurückfordern

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Was sind Bearbeitungsgebühren bei Privatkrediten?

Für die Bearbeitung von Anträgen wird für den entstehenden Aufwand meist eine Gebühr verrechnet. Daher spricht man von einer Bearbeitungsgebühr. Eine Bearbeitungsgebühr kann bei Behörden oder Unternehmen, wie beispielsweise Banken, anfallen. Der Grund für die Erhebung einer Bearbeitungsgebühr besteht meist darin, dass durch die Erbringung von Dienstleistungen Bearbeitungskosten und Verwaltungskosten entstehen. Wenn von einer Bank beispielsweise Kundendaten oder Anträge bearbeitet werden müssen, fällt dafür ein Personalaufwand und ein Verwaltungsaufwand an. Dadurch entstehen Kosten, die durch Bearbeitungsgebühren gedeckt werden sollen.

Was sind die Kreditbearbeitungsgebühren bei Banken?

Im Kreditwesen wurden von Banken über viele Jahre hinweg Bearbeitungsgebühren für Kredite verrechnet. Diese umfassten meist einen Rahmen von rund 1-3% des Nettokreditbetrags. Dabei sprach man von der Darlehensgebühr, die einmalig beim Abschluss eines Kredits von Verbrauchern gezahlt werden musste. Banken finanzierten dadurch den Aufwand, der durch die Verwaltung von Kreditanträgen entstand. Dieser Aufwand umfasste unter anderem die Prüfung der Kreditwürdigkeit eines Darlehensnehmers, wie beispielsweise der Dokumentenprüfung von Gehaltszetteln, Kontoauszügen oder der Prüfung von externen Auskunfteien. Des Weiteren fallen bei Kreditabschlüssen bei Banken Personalkosten durch die Führung von Kundengesprächen an, die damit bezahlt wurden. Für die Bank war die Darlehensbearbeitungsgebühr eine weitere Einnahmequelle, welche die Kosten für einen Kredit für den Verbraucher in die Höhe getrieben haben.

Bundesgerichtshof (BGH) entschied: Bearbeitungsgebühren für Kredite sind unzulässig

Die Berechnung von Kreditbearbeitungsgebühren durch Banken wurde von Verbraucherschützern oft stark kritisiert. Im Mai 2014 wurde das Vorgehen von Banken gegenüber Kreditnehmern verurteilt. Das Aus für Bearbeitungsgebühren von Krediten an Privatpersonen folgte. Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte, dass es unzulässig sei, zusätzlich zu den Zinseinnahmen eines Kredits Bearbeitungsgebühren zu verrechnen. Der Grund besteht darin, dass es sich bei der Kreditvergabe an Privatpersonen nicht um eine zusätzliche Dienstleistung der Bank handelt.
Erst jüngst wurde das selbe Urteil auch für die Kreditverarbeitungsgebühren bei der Vergabe von Krediten an Geschäftskunden und Unternehmen gefällt. Somit fallen auch für Kreditnehmer aus dem Unternehmenssektor keine Bearbeitungsgebühren bei Kreditabschlüssen mehr an. Insbesondere junge Unternehmer können dadurch von niedrigeren Kosten profitieren. Die Urteile des Bundesgerichtshofs stärkten die Verbraucherrechte von Kunden gegenüber Banken erheblich.
Für Banken bedeutet das, dass Verwaltungs- und Personalkosten durch Zinserträge gedeckt werden müssen. Für Kunden können dadurch höhere Kosten durch Zinsen entstehen. Daher sollte man sich mit einem Kreditwunsch primär nicht sofort an eine Bank wenden, sondern beispielsweise die Möglichkeiten von Online-Anbietern nutzen, die durch einen niedrigeren Personal- und Verwaltungsaufwand auch niedrigere Zinsraten bieten.

Kredit-Bearbeitungsgebühr zurückerstatten: So funktioniert es

Die Rückerstattung von Kreditbearbeitungsgebühren verjährt drei Jahre nach Vertragsabschluss. Für Kredite, die im Jahr 2004 oder früher abgeschlossen wurden besteht kein Anspruch auf Rückerstattung. Bei Krediten, die danach abgeschlossen wurden, besteht die Möglichkeit, innerhalb einer Frist von drei Jahren eine Rückerstattung der Kosten zu beantragen. Somit ist derzeit (Stand September 2017) eine Rückerstattung der Bearbeitungsgebühren für Kredite, die nach September 2014 abgeschlossen wurden, möglich.

Datum des Vertragsabschlusses Rückerstattung möglich? Zeitpunkt der Verjährung
2004 oder früher Nein 3 Jahre ab Kreditabschluss
2004 bis 2013 Nein (seit 31.12.2016 nicht mehr möglich) 31.12.2016
2014 Teilweise 3 Jahre ab Kreditabschluss
ab 2015 Ja 3 Jahre ab Kreditabschluss

Wenn Sie im Jahr 2014 einen Kreditvertrag abgeschlossen haben, können sie je nach Datum des Vertragsabschlusses eine Rückerstattung der Kreditbearbeitungsgebühr beantragen. Dabei müssen Sie darauf achten, dass der Kredit nach September 2014 (Stand September 2017) abgeschlossen wurde. Das hat den Grund, dass der Anspruch nach drei Jahren verjährt.

Schritt für Schritt Anleitung zur Rückerstattung der Gebühr

  1. Prüfen Sie, ob sie einen Anspruch auf die Erstattung von Bearbeitungsgebühren Ihres Darlehens haben. Am besten richten Sie sich nach der obenstehenden Tabelle! Es ist wichtig, dass Sie das Datum, an dem Sie Ihren Kredit abgeschlossen haben, genau kennen, um sicherstellen zu können, dass Sie die Möglichkeit haben, Bearbeitungsgebühren zurückzubekommen.
  2. Nach drei Jahren verjährt Ihr Anspruch auf Erstattung der Bearbeitungsgebühr Ihres Kredits. Warten Sie nicht länger und fordern Sie die entstandenen Kosten von Ihrer Bank zurück! Am besten schicken Sie Ihrer Bank einen eingeschriebenen Brief, um nachverfolgen zu können, ob Ihre Forderung eingetroffen ist.
  3. Das Schreiben zur Rückzahlung sollte auf jeden Fall ihr Anschreiben sowie die Angaben der Bank bzw. des Kreditinstituts beinhalten. Darüber hinaus ist eine Referenznummer zum Kredit anzugeben, sowie die Höhe der eingeforderten Kreditbearbeitungsgebühren, die sie zurückverlangen. Am besten setzen Sie der Bank eine Frist von 2-3 Wochen, in denen sie Ihnen die Kreditbearbeitungsgebühr rückerstatten soll.
  4. Zusätzlich zu den Bearbeitungsgebühren stehen Ihnen Zinsen zu, die Ihnen die Bank erstatten muss.

Was ist der Unterschied zwischen Bearbeitungsgebühren und Vermittlungsgebühren für Kredite?

Abgesehen von Kreditbearbeitungsgebühren gibt es eine weitere Art von Gebühren, die beim Abschluss eines Kredits für den Verbraucher anfallen können. Dabei handelt es sich um die sogenannte Vermittlungsgebühr bzw. Darlehensvermittlungsgebühr. Der Unterscheid zwischen der Bearbeitungsgebühr für einen Kredit und der Vermittlungsgebühr besteht darin, dass die Kreditbearbeitungsgebühr für Verwaltungskosten berechnet wurde. Eine Vermittlungsgebühr ist jedoch eine Provision für jemanden, der erfolgreich einen Kredit vermittelt, bspw. Kreditvermittler. Kreditvermittler spezialisieren sich auf die Vermittlung von Krediten an eine Vielzahl von Kreditinstituten oder auch an Privatpersonen (bspw. beim Kredit von Privat). Insbesondere im Falle einer schnellen Abwicklung und individualisierten Bearbeitung von Kreditwünschen sind Vermittler und die dahingehenden Kreditvermittlungsgebühren meist vorhanden.
Vermittlungsgebühren kommen daher der schnellen Beschaffung eines Kreditgebers zugute. Bearbeitungsgebühren dienten jedoch zur Deckung von Verwaltungs- und Personalkosten und sind mittlerweile unzulässig.

Häufige Fragen zu Bearbeitungsgebühren bei Krediten und Darlehen

Wie bekomme ich die Kreditbearbeitungsgebühr von meiner Bank rückerstattet?

Kreditnehmer, deren 3-Jahres Frist noch nicht vorbei ist, haben die Möglichkeit, sich schriftlich an das Kreditinstitut zu wenden, bei dem der Kredit abgeschlossen wurde. Um die Rückzahlung der Bearbeitungsgebühr für den Kredit schneller zu erhalten, ist es hilfreich, der Bank eine Frist von zwei bis drei Wochen zu setzen. Kommt die Bank der Zahlungsaufforderung innerhalb dieser Frist nicht nach, hat der Darlehensnehmer die Möglichkeit, der Bank eine Mahnung zu senden. Wird diese wiederum ignoriert, kann der Weg zu einem Ombudsmann oder einem Rechtsbeistand hilfreich sind. Wichtig ist, dass Sie schnell handeln!

Ist das Urteil nur für Privatkredite gültig?

Nein, das Urteil des Bundesgerichtshofes ist seit dem Jahr 2017 auch für Unternehmenskredite gültig. Die Rückerstattung der Bearbeitungsgebühr des Kredits verjährt nach drei Jahren. Die Möglichkeit, die Kreditbearbeitungsgebühr zurückzufordern, gibt es daher nur innerhalb dieser Frist.

Warum verrechnen manche Anbieter Vermittlungsgebühren?

Vermittlungsgebühren sind von Kreditbearbeitungsgebühren zu unterscheiden und beziehen sich auf Kreditvermittler die eine Lizenz zur Darlehensvermittlung nach §34c GewO (Gewerbeordnung) haben. Vermittlungsgebühren fallen also immer an, wenn spezialisierte Kreditvermittler Darlehen an Banken vermitteln.

Entstehen bei einem Kreditabschluss mit Giromatch Bearbeitungsgebühren?

Nein, Kreditbearbeitungsgebühren sind unzulässig. Daher werden von Giromatch keine Bearbeitungsgebühren bei Krediten verrechnet. Der gesamte Kreditvergabeprozess wird online abgewickelt (sogenannter „Online Kredit“), was den Prozess für den Verbraucher schnell und einfach macht.

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