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Infografik

Digital World View

Der Startschuss für die Digitale Revolution war laut. Seit der Möglichkeit Daten flächendeckend im digitalen Format abzuspeichern, spüren wir das digitale Universum in fast jedem Lebensbereich. Durch die globale Vernetzung, Social Media und Big Data ist unser Alltag in den letzten Jahren schneller, effizienter und flexibler geworden. Das digitale Zeitalter hat bereits seine Hauptakteure, die Big 4 des Internets bzw. GAFA (Google, Amazon, Facebook, Apple) hervorgerufen. Allerdings werden regelmäßig neue Marktteilnehmer geboren, die mit digitaler Energie über alle Branchen hinweg den Wandel in die neue Welt vorantreiben und weiter an der Uhr drehen – nach vorne versteht sich.

Mit der Infografik „die digitale Revolution“ stellen wir die Highlights ausgewählter deutscher Fintech-Größen hervor und vergleichen diese mit den Leistungen der „Big Four“.

FinTechs: auxmoney, N26, Scalable Capital & Weltsparen

Im Bereich der Finanzdienstleistungen sorgen FinTechs (kurz für „Financial Technology“) durch die Implikation moderner Technologie für einen Umbruch einer ganzen Branche. Als technologiegetriebene Unternehmen drängen FinTechs mit dem Vorsatz der Digitalisierung auf den Markt für Finanzprodukte. Aktuell gibt es über 400 FinTechs in Deutschland. Ihr Vorteil gegenüber den etablierten Marktteilnehmern und Banken ist, dass sie oft „auf der grünen Wiese“ entstanden sind und daher über vollständig digitale Geschäftsprozesse verfügen. Dies ermöglicht es diesen „Digital Natives“ innovative Geschäftsmodelle und neue Finanzprodukte schneller als andere am Markt zu platzieren und damit die Konkurrenz unter Zugzwang zu setzen. Im „Digital World View“ machen wir auf FinTechs mit deutschem Ursprung aufmerksam, die aufgrund von digitalen Geschäftsmodellen in den letzten Jahren ihre persönliche Erfolgsgeschichte geschrieben haben.

Die P2P-Lending Plattform auxmoney ist seit 10 Jahren im operativen Geschäft tätig und hat nach eigenen Angaben bisher € 500 Millionen Euro an Krediten ausgezahlt. Spätestens seitdem der holländische Versicherer Aegon ankündigte als institutioneller Investor € 1.5 Milliarden über auxmoney fließen zu lassen, dürfte die Kreditmaschinerie auf Hochtouren laufen.

Die Smartphone-Bank N26 wurde 2013 gegründet und nahm seine operativen Tätigkeiten ein Jahr später auf. 2016 folgte nach langjähriger Kooperation mit der Wirecard Bank die eigene Banklizenz von der BaFin. Mittlerweile hat das Berliner Startup mit 200 Mitarbeitern und 300.000 Kunden die Größe einer kleinen bis mittleren Sparkasse erreicht – und ist weiterhin am Wachsen.

Spätestens seitdem BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, als Minderheitsanteilseigner mit € 30 Millionen an der Unternehmung beteiligt ist, sind viele auf den britisch-deutschen Robo-Advisor aufmerksam geworden: Scalable Capital digitalisiert die Vermögensverwaltung für global diversifizierte ETF-Portfolios. Im ersten Quartal 2017 konnte das Unternehmen sein verwaltetes Anlagevolumen auf € 200 Millionen verdoppeln und seitdem nochmal auf € 300 Millionen erhöhen. Damit zählt Scalable Capital zu den am schnellsten wachsenden FinTechs in Europa.

Weltsparen bündelt Festgeldangebote (Tagesgeld & Festgeld) europäischer Banken und ermöglicht es Sparern, ihr Erspartes zu verbesserten Zinskonditionen bei über 30 Partnerbanken im In- und Ausland anzulegen. Anlegern gefällt das Konzept, weshalb seit Aufnahme der Geschäftstätigkeit in 2013 bisher europaweit € 3 Milliarden angelegt wurden.

GAFA: Google, Amazon, Facebook & Apple

Einst sind sie selbst als technologiebasierte Startups an den Markt gegangen – heute dominieren sie das digitale Zeitalter. Kaum ein Weg in die digitale Welt führt noch an einem der vier Internetriesen Google, Apple, Facebook oder Amazon (kurz: GAFA) vorbei. Für viele Verbraucher beginnt die Online-Reise mit einer Suchanfrage bei Google, der weltweit größten Online-Suchmaschine. Apple hat mit Tech-Produkten von guter Funktionalität, stabiler Performance und elegantem Design neue Maßstäbe in Sachen Customer-Experience gesetzt und nicht zuletzt durch die Einführung des ersten iPhones einen echten Hype um smarte Mobilgeräte ausgelöst. Facebook ist das größte soziale Netzwerk und hat neue Dimensionen in der Internet-Kommunikation ermöglicht. Amazon ist der größte online-Versandhändler und bietet Kunden neben einer Vielzahl an Produkten mittlerweile auch einen eigenen Service für nahezu jedes digitale Produkt wie Musik-Download, Filme, Serien oder eBooks. Kurz gesagt: die Big 4 des Internets beherrschen die Zugänge, über die Verbraucher zu ihrem digitalen Erlebnis gelangen.

Digitale Vernetzung:

Die digitale Kommunikation umfasst in erster Linie die selbstverständlich gewordene Nutzung von Emails, Whatsapp und Twitter und ist ein elementarer Bestandteil der globalen Vernetzung. Allein in Deutschland betrug die Anzahl jährlich versendeter E-Mails (abzüglich Spam!) im Jahr 2006 noch 151.3 Milliarden. 10 Jahre später waren dies bereits 625.8 Milliarden. Die Vernetzung umfasst jedoch nicht nur Smartphones und Laptops, sondern mittlerweile alle Apparate, in denen Sensoren verbaut sind („Smart Home“), von Home-Audiosystemen bis zur steuerbaren Waschmaschine. Wieder sind es drei der Big 4, die mit ihren sogenannten smarten Assistenten Alexa, Siri und Google-Assistant die alles vernetzenden Schnittstellen bereitstellen und den Zugang zum nächsten Level des digitalen Erlebnisses in unserem Alltag besetzen.

Die GAFA sind das Uhrwerk des digitalen Zeitalters und haben sich durch ihren Einfluss über viele Bereiche hinweg einen gigantischen Vorsprung zu anderen Marktspielern aufgebaut. Dass dieser vorerst bestehen bleibt, steht wohl außer Frage, jedoch bleibt abzuwarten, inwiefern Fintechs, Startups und Digital Natives der nächsten Generation zum Aufholen in der Lage sind.

Lesen Sie auch: Der Angriff der Big Four des Internets

Digital World View

19.07.2017 von www.giromatch.com

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