Girokonto

Wiki-Wissen zu Girokonto aus dem Bereich Geldanlage

Ein Girokonto ist ein Konto, das dem Inhaber die Möglichkeit gibt, seinen Zahlungsverkehr abzuwickeln. Daher wird es oft auch Zahlungskonto genannt. Unter dem Zahlungsverkehr versteht man das Abheben, das Gutschreiben, oder die Bereitstellung von Geldern. Arbeitgeber beispielsweise überweisen das Gehalt des Arbeitnehmers auf sein Girokonto und schreiben ihm dadurch Geld gut.

Der Vorteil von Girokonten ist, dass das Geld auf dem Konto jederzeit verfügbar ist. Aufgrund dieser Verfügbarkeit wird das Geld auf Girokonten auch als Sichtgeld bezeichnet. Girokonten weisen jedoch kaum Zinsen auf. Insbesondere in der derzeitigen Niedrigzinsphase können die Kosten eines Girokontos dadurch oft höher sein als die Einnahmen durch Verzinsung. Diese Kosten können beispielsweise durch Kontoführungs- oder Abhebungsgebühren entstehen. Direktbanken bieten oft kostenlose Girokonten zu passablen Konditionen an. Dennoch sollte man bei der Wahl der Bank auf deren Finanzkraft und das Automaten-Netzwerk achten, da bei Konkurrenzbanken am Bankomaten oft höhere Abhebungsgebühren anfallen. Durch die niedrigen Zinsen eignen sich Girokonten nicht zur längerfristigen Geldanlage, sondern bloß zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Der Begriff „Giro“ leitet sich aus dem italienischen Wort für „Kreis“ ab. Damit ist der Zahlungskreislauf gemeint, der zwischen dem Kunden und der Bank entsteht. Der Kunde überweist Einlagen auf sein Konto bei der Bank. Im Gegenzug vergibt die Bank dafür Kredite an weitere Kunden, die das Darlehen mit Zinsen zurückzahlen. Durch die hohen Infrastruktur- und Personalkosten einer Bank werden diese Zinsen jedoch nicht auf die Konten der Sparer weitergeleitet.

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29.03.2020
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