Ein Rahmenkredit — auch Abrufkredit, Kreditrahmen oder Flexkredit genannt — ist ein bewilligter Kreditrahmen, aus dem Du abrufst, was Du gerade brauchst. Zinsen fallen nur auf den abgerufenen Teil an, zurückgezahlt wird flexibel. Er unterscheidet sich damit vom Ratenkredit, der einmal ausgezahlt und in festen Raten getilgt wird. GIROMATCH vermittelt keine Rahmenkredite: Unsere Partner vergeben Ratenkredite.
Ein Rahmenkredit ist der Kredit, den Du nicht am Stück nimmst. Die Bank bewilligt einen Rahmen, Du rufst daraus ab, was gerade nötig ist, und zahlst Zinsen nur auf den Teil, den Du wirklich genutzt hast. Hier steht, wie das funktioniert, worin sich der Rahmenkredit von Ratenkredit und Dispo unterscheidet — und was GIROMATCH dazu beitragen kann und was nicht.
Rahmenkredit: Geld abrufen, wenn Du es brauchst
Ein Rahmenkredit ist ein bewilligter Kreditrahmen, aus dem Du abrufst, was Du gerade brauchst. Zinsen fallen nur auf den abgerufenen Teil an, nicht auf den ganzen Rahmen. Bleibt der Rahmen unangetastet, kostet er nichts.
Der Ablauf ist immer derselbe: Die Bank prüft einmal und bewilligt eine Obergrenze. Danach überweist Du Dir Beträge daraus aufs Girokonto, so oft Du willst, bis die Grenze erreicht ist. Zurückgezahlt wird über eine monatliche Mindestrate, und was zurückgezahlt ist, steht wieder zum Abruf bereit.
Gedacht ist die Form für Ausgaben, die weder in der Höhe noch im Zeitpunkt feststehen: eine Werkstattrechnung hier, eine Nebenkostennachzahlung dort. Wer dagegen genau weiß, was er braucht und wann, hat mit einem festen Kredit von vornherein einen festen Rückzahlplan.
Drei Punkte werden dabei regelmäßig überlesen. Erstens ist der bewilligte Rahmen kein Guthaben — er ist die Erlaubnis, bis zu einer Grenze Schulden zu machen. Zweitens steht mit dem Rahmen noch nicht fest, was er am Ende kostet: Das hängt daran, wie viel Du abrufst und wie lange es offen bleibt.
Und drittens hat ein Rahmen kein Enddatum. Beim Ratenkredit steht der letzte Termin im Vertrag; beim Rahmen bestimmt allein die Mindestrate, wie schnell die Restschuld sinkt — und wie oft neu abgerufen wird.
Abrufkredit, Kreditrahmen, Flexkredit — dasselbe?
Ja. Abrufkredit, Kreditrahmen und Flexkredit bezeichnen dieselbe Kreditform. Welcher Name auf dem Vertrag steht, hängt an der Bank und nicht am Produkt.
Das ist mehr als eine Vokabelfrage. Wer zwei Angebote unter zwei Namen vergleicht und meint, es seien zwei Produkte, vergleicht in Wahrheit dieselbe Sache zweimal. Maßgeblich ist, was im Vertrag über Abruf, Mindestrate und Kündigung steht — nicht, wie das Ganze beworben wird.
Abzugrenzen sind zwei Dinge, die ähnlich klingen und etwas anderes sind. Der Kreditrahmen einer Kreditkarte ist das Limit für Kartenumsätze, kein auszahlbarer Kredit; er wird über die Karte genutzt und nicht per Überweisung. Und der Dispositionskredit ist an das Girokonto geknüpft statt an einen eigenen Vertrag — dazu unten mehr.
Unterschied zum Ratenkredit
Der Ratenkredit wird einmal ausgezahlt und in festen Raten zurückgezahlt. Der Rahmenkredit bleibt offen und wird flexibel bedient. Das ist der ganze Unterschied — und er hat Folgen in beide Richtungen.
Die Flexibilität hat also eine Kehrseite: Die Schuld hat kein eingebautes Ende. Ohne festen Tilgungsplan bestimmt die Mindestrate das Tempo, und ein Rahmen kann deshalb länger bestehen bleiben, als beim Abschluss gedacht war.
Umgekehrt gilt der Vorteil aber auch, und er ist echt: Wer über ein Jahr verteilt dreimal ein paar Hundert Euro braucht und jedes Mal einen eigenen Kredit aufnimmt, hat drei Verträge und drei Prüfungen. Beim Rahmen ist es eine Prüfung, und zwischen den Abrufen kostet er nichts. Welche der beiden Rechnungen günstiger ausgeht, hängt allein daran, ob der Rahmen nach dem Abruf zügig wieder zurückgeführt wird.
Ein dritter Unterschied betrifft den Vergleich selbst. Beim Ratenkredit lässt sich der effektive Jahreszins zweier Angebote nebeneinanderlegen, weil Betrag und Laufzeit feststehen. Beim Rahmenkredit steht die Laufzeit nicht fest, und damit auch die Gesamtkosten nicht — zwei Rahmen mit demselben Zins können am Ende weit auseinanderliegen, je nachdem, wie sie genutzt wurden.
Unterschied zum Dispo
Beide sind flexibel. Der Dispo hängt am Girokonto und wird von der Bank eingeräumt, ohne eigenen Vertrag; der Rahmenkredit ist ein eigener Kreditvertrag und läuft unabhängig vom Konto. Die Zinsen eines Dispos liegen üblicherweise höher als die eines Ratenkredits.
In der Handhabung unterscheiden sich beide kaum: Beim Dispo reicht die Kontoüberziehung, beim Rahmenkredit die Überweisung aus dem Rahmen. In der Wirkung auf die Schulden ebenso wenig — in beiden Fällen fehlt der Tilgungsplan, der ein Ende setzt.
Daraus entsteht ein häufiger Anlass, sich überhaupt mit Rahmenkrediten zu befassen: Das Konto steht seit Monaten im Minus, die Dispozinsen laufen mit, und es soll etwas Günstigeres her. Für diesen Fall ist der Rahmenkredit allerdings nicht die einzige Antwort — und oft nicht die naheliegendste, weil er dieselbe Eigenschaft mitbringt, die das Minus entstehen ließ.
Wie eine Ablösung des Dispos abläuft, steht unter Umschuldung und ausführlicher unter Dispo ausgleichen.
Was GIROMATCH vermittelt — und was nicht
Einen Rahmenkredit vermitteln wir nicht. Unsere Partner vergeben Ratenkredite: ein fester Betrag, eine feste Laufzeit, feste Raten. Wer einen offenen Kreditrahmen sucht, ist bei einer Bank richtig, die diese Kreditform selbst führt.
Das steht hier so deutlich, weil viele Seiten zu diesem Thema am Ende doch ein Formular zeigen, das etwas anderes vermittelt. GIROMATCH ist ein unabhängiger Kreditvermittler nach § 34c GewO und keine Bank; wir vergleichen, und der Partner entscheidet. Ein Produkt, das kein Partner führt, können wir nicht besorgen.
Nun deckt sich der Bedarf hinter der Suche trotzdem oft mit dem, was ein Ratenkredit leistet. Drei Fälle, in denen das so ist:
- Der Dispo soll weg. Ein fester Kredit, der das Konto auf null bringt, erledigt dieselbe Aufgabe — mit dem Unterschied, dass ein Enddatum im Vertrag steht. Der Weg dorthin steht unter Umschuldung.
- Es geht um eine einzelne Ausgabe. Dann ist der Rahmen ohnehin überdimensioniert. Für kleine Summen führen Minikredit und 500 Euro Kredit weiter, für mittlere der 1.500 Euro Kredit oder der 2.000 Euro Kredit; alle Beträge stehen unter Geld leihen.
- Mehrere alte Kredite sollen zusammen. Das ist eine Umschuldung und kein Abruf: Ein Rahmen fasst bestehende Verträge nicht zusammen, ein fester Kredit tut es.
Was vorausgesetzt wird, ist bei allen dreien dasselbe: Du bist volljährig, hast ein eigenes Konto in der EU und ein regelmäßiges Einkommen ab 500 Euro im Monat. Die Anfrage ist kostenlos, läuft als Konditionsanfrage und senkt Deinen SCHUFA-Score nicht. Vorkosten gibt es keine.
Nach unten ist der Betrag dabei offener, als viele erwarten: Ab 100 Euro ist ein Ratenkredit möglich, die Laufzeit beginnt in der Regel bei drei Monaten, und der Rechner auf unseren Seiten geht bis 10.000 Euro. Wer also einen Rahmen sucht, weil er kleine Summen für zu klein für einen Kredit hält, sucht aus einem Grund, der hier nicht zutrifft.
Auch beim Tempo liegt der Unterschied kleiner, als der Name „Abruf” vermuten lässt. Geht Deine Anfrage an einem Werktag vor 16:00 Uhr ein, kann das Geld noch am selben Tag auf dem Konto sein — abhängig vom Partner und davon, wie schnell die Identitätsprüfung durchläuft. Der Vorsprung eines offenen Rahmens schrumpft damit auf die Fälle, in denen wirklich mehrmals im Jahr abgerufen wird.
Rahmenkredit trotz negativer SCHUFA
Ein offener Rahmen ist für einen Geldgeber riskanter als ein fester Ratenkredit, weil er nicht weiß, wann und wie viel abgerufen wird. Bei negativen Einträgen ist diese Kreditform deshalb schwerer zu bekommen als ein Ratenkredit, nicht leichter.
Nach einem Rahmenkredit ohne SCHUFA wird zwar gesucht, doch die Erwartung dahinter geht in die falsche Richtung. Wer ein flexibles Produkt vergibt, prüft eher gründlicher als weniger gründlich. Bei einem festen Betrag mit festem Ende ist der Spielraum größer — und genau dort arbeiten einige Partner ausdrücklich mit Kunden, bei denen ein negativer Eintrag vorliegt.
Der Unterschied ist grundsätzlich und liegt nicht an der Höhe: Bei einem festen Betrag mit festem Ende weiß ein Geldgeber, worauf er sich einlässt. Bei einem Rahmen weiß er es nicht — und je schwächer die Auskunft, desto schwerer wiegt diese Unsicherheit.
Wer zu kleinen Beträgen mit kurzer Laufzeit greifen will, findet die Wege unter Kleinkredit und Kurzzeitkredit.
Was bei negativen Einträgen generell gilt, steht auf Kredit ohne SCHUFA. Und die Regel, an der sich unseriöse Angebote erkennen lassen, gilt hier wie überall: Vor der Auszahlung zahlst Du nie etwas. Wer vorab eine Gebühr oder einen kostenpflichtigen Rückruf verlangt, ist kein Geldgeber.
Häufige Fragen zum Rahmenkredit
Ein bewilligter Kreditrahmen, aus dem Du abrufst, was Du gerade brauchst. Zinsen fallen nur auf den abgerufenen Teil an, nicht auf den ganzen Rahmen. Zurückgezahlt wird flexibel, meist über eine monatliche Mindestrate.
Ja. Abrufkredit, Kreditrahmen und Flexkredit bezeichnen dieselbe Kreditform. Welcher Name verwendet wird, hängt an der Bank, nicht am Produkt.
Nein. Unsere Partner vergeben Ratenkredite: ein fester Betrag, eine feste Laufzeit, feste Raten. Wer einen offenen Kreditrahmen sucht, ist bei einer Bank richtig, die diese Kreditform selbst führt.
Der Dispo hängt am Girokonto und wird von der Bank eingeräumt, ohne eigenen Vertrag. Der Rahmenkredit ist ein eigener Kreditvertrag, der unabhängig vom Konto läuft. Beide lassen sich flexibel abrufen; die Zinsen eines Dispos liegen üblicherweise höher als die eines Ratenkredits.
Schwer. Ein offener Rahmen ist für einen Geldgeber riskanter als ein fester Ratenkredit, weil er nicht weiß, wann und wie viel abgerufen wird. Bei negativen Einträgen ist diese Kreditform deshalb schwerer zu bekommen als ein Ratenkredit, nicht leichter.
Nichts. Für Dich ist die Vermittlung kostenlos, bezahlt werden wir vom Partner. Vor der Auszahlung zahlst Du nie etwas — weder Bearbeitungsgebühr noch Vorkosten.