Eine Kreditkarte beantragst Du heute in der Regel online: Formular ausfüllen, per Video-Ident oder PostIdent legitimieren, auf die Entscheidung des Herausgebers warten. Wie lange das dauert und was geprüft wird, hängt an der Kartenart. Bei Debit- und Prepaid-Karten sind es zwei Schritte; bei Karten mit Kreditrahmen — Charge Card und Revolving Card — kommt die Bonitätsprüfung als dritter hinzu, weil Du beim Bezahlen eine Art Kredit aufnimmst. Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland und ein regelmäßiges Einkommen sind bei Karten mit Rahmen die üblichen Voraussetzungen. Wer keinen Rahmen braucht, kommt mit einer Karte auf Guthabenbasis auch ohne Bonitätsprüfung aus.
Kreditkarte beantragen: So läuft es ab
Der Antrag selbst ist online in wenigen Minuten erledigt: Formular ausfüllen, per Video-Ident legitimieren, auf die Entscheidung des Herausgebers warten. Bei Anbietern mit digitaler Karte liegt die Entscheidung oft am selben Tag vor, und die virtuelle Karte lässt sich sofort in der App nutzen — die physische kommt danach per Post.
Die längere Antwort hängt daran, welche Karte Du überhaupt brauchst. Bei einer Karte mit Kreditrahmen nimmst Du beim Bezahlen eine Art Kredit auf — entsprechend wird geprüft. Eine Karte auf Guthabenbasis ist keiner — dort entfällt die Bonitätsprüfung, weil nichts verliehen wird. Hier stehen beide Wege, die Voraussetzungen, die Kostenposten und was nach einer Ablehnung bleibt. Stand: September 2026.
- Karte auswählen — mit oder ohne Kreditrahmen, das entscheidet alles Weitere
- Antrag ausfüllen — Person, Beschäftigung, Einkommen, Bankverbindung
- Legitimieren — Video-Ident oder PostIdent
- Entscheidung abwarten — je nach Herausgeber Minuten bis Tage
- Karte aktivieren — virtuell in der App, physisch nach dem Postweg
Was ist die passende Kreditkarte für mich?
Das hängt an drei Fragen: Brauchst Du einen Kreditrahmen, wie steht es um Deine Bonität, und soll die Karte für sich stehen oder mit einem Konto kommen? Vier Kartentypen stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich vor allem in der Art, wie der Kreditrahmen abgerechnet wird.
Arten von Kreditkarten: mit Verfügungsrahmen oder ohne
Vier Formen sind im Umlauf, und nur zwei davon haben einen echten Kreditrahmen. Das ist der Unterschied, der über die Prüfung entscheidet.
Bei der Charge Card sammelt der Herausgeber Deine Umsätze und bucht sie einmal im Monat ab. Bei der Revolving Card bestimmst Du monatlich, welchen Teil Du zurückzahlst — der Rest läuft als Kredit weiter. Beide setzen einen bewilligten Verfügungsrahmen voraus.
Die Debitkarte bucht sofort vom Girokonto ab, die Prepaid-Karte greift nur auf vorher aufgeladenes Guthaben zu. Beide sind streng genommen keine Kreditkarten, weil kein Kreditrahmen dahintersteht. Ist das Guthaben einer Prepaid-Karte aufgebraucht, sind bis zum nächsten Aufladen keine Zahlungen mehr möglich.
Kosten, Gebühren und Limits vergleichen
Fünf Posten entscheiden über den Preis einer Karte. Sie stehen nicht alle an derselben Stelle im Preis- und Leistungsverzeichnis — das ist der Grund, warum sich Karten so schlecht auf einen Blick vergleichen lassen.
Zwei Feinheiten bei der Jahresgebühr kommen dazu. Manche Karten sind selbst kostenlos, hängen aber an einem Girokonto, für das eine Gebühr anfällt — gezahlt wird dann an anderer Stelle. Und bei einigen Karten entfällt die Jahresgebühr, sobald ein Mindestumsatz erreicht ist.
Die jeweils gültigen Konditionen stehen beim Herausgeber. Sie ändern sich häufiger, als eine Vergleichsseite nachziehen kann — deshalb stehen hier die Posten und nicht die Zahlen. Wer nur eine Karte ohne laufende Kosten sucht, findet die Lage unter kostenlose Kreditkarte.
Kreditkarte mit Girokonto, Versicherungen und Zusatzleistungen
Manche Karten gibt es nur im Paket mit einem Konto, andere stehen für sich. Die Kartenart entscheidet mit: Debitkarten kommen in der Regel immer mit Girokonto, weil sie direkt davon abbuchen. Welche Kombinationen es gibt, steht unter Kreditkarte mit Girokonto; eine Übersicht über Kontoarten unter Girokonto.
Bei den Zusatzleistungen ist die Auswahl groß: Sie reicht von Versicherungen im Alltag und auf Reisen über Vorteile bei bestimmten Hotels bis zum eigenen Concierge. Solche Leistungen hängen an den Karten mit Zusatzkosten, und was im Einzelfall gilt, steht in den Bedingungen des Herausgebers — nicht im Werbetext.
Wie beantrage ich eine Kreditkarte? Schritt für Schritt
Der Ablauf ist von Haus zu Haus unterschiedlich ausgestaltet, das Grundgerüst aber immer gleich und teilweise gesetzlich vorgegeben. Bei Debit- und Prepaid-Karten sind es zwei Schritte; bei Karten mit Kreditrahmen kommt die Bonitätsprüfung als dritter hinzu.
Im ersten Schritt prüft der Herausgeber einige persönliche Angaben: Name und Geburtsdatum, Kontaktdaten wie E-Mail und Telefonnummer, dazu die Adresse. Sie wird häufig erst am Ende des Antrags als Versandadresse abgefragt. Der Zweck ist doppelt — es soll feststehen, dass hinter dem Antrag eine reale Person steht, und die Karte soll an der richtigen Stelle ankommen.
Anbieter mit virtueller Karte überbrücken den Postweg: Die Karte ist nach der Zusage sofort einsetzbar. Wie das abläuft, steht unter virtuelle Kreditkarte.
Nach der Aktivierung zeigt sich, worin eine Karte mit Rahmen sich von der Girocard unterscheidet. Bei der Charge Card nimmst Du beim Bezahlen einen Kredit auf, den Du am Monatsende zinsfrei ausgleichst. Bei der Revolving Card gleichst Du nicht auf einmal aus, sondern in monatlichen Raten — und genau dafür werden Zinsen fällig. Wer den Rahmen am Monatsende vollständig ausgleicht und die Teilzahlung nicht beansprucht, umgeht sie.
Wer kann eine Kreditkarte beantragen? Die Voraussetzungen
Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland und ein regelmäßiges Einkommen — das verlangt praktisch jeder Herausgeber einer Karte mit Kreditrahmen. Einzelne setzen die Altersgrenze höher an.
Ein Beispiel für die höhere Schwelle ist die Instabank Kreditkarte der Instabank ASA: Sie verlangt ein Mindestalter von 23 Jahren, einen Hauptwohnsitz in Deutschland, eine deutsche Mobilfunknummer samt Smartphone für die Legitimation und ein regelmäßiges Einkommen — arbeitet dabei aber ohne SCHUFA-Abfrage. Die virtuelle VISA-Karte ist nach der Zusage sofort einsetzbar.
Kreditkarte beantragen trotz negativer SCHUFA
Auch mit einem negativen Eintrag gibt es Wege. Sie führen über Anbieter, die bei der Eröffnung keine Auskunftei abfragen, oder über Karten auf Guthabenbasis, bei denen die Bonität keine Rolle spielt, weil kein Kredit vergeben wird.
Bei Karten mit Rahmen bleibt es eine Einzelfallfrage. Die Advanzia Mastercard der Advanzia Bank S.A. etwa richtet sich ausdrücklich an mittlere Bonität und setzt voraus, dass keine harten SCHUFA-Negativmerkmale vorliegen. Die Ferratum Kreditkarte der Multitude Bank p.l.c. prüft online im Antrag und stellt die digitale Karte direkt danach in der App bereit.
Welche Anbieter ganz ohne Abfrage arbeiten und wo die Grenzen liegen, steht auf der Seite Kreditkarte ohne SCHUFA.
Ein Missverständnis hält sich hartnäckig: „Ohne SCHUFA” heißt nicht, dass niemand hinsieht. Wer einen Kreditrahmen vergibt, prüft trotzdem — nur eben anders. Statt der Auskunftei treten andere Nachweise an ihre Stelle. Was wegfällt, ist der Weg über die Auskunftei, nicht die Frage nach der Rückzahlungsfähigkeit.
Die Ausnahme sind Karten auf Guthabenbasis. Dort wird kein Kredit vergeben, also gibt es auch nichts zu prüfen — weder Auskunftei noch Einkommen. Der Preis dafür ist, dass nur ausgegeben werden kann, was vorher daraufliegt.
Wie wird der Verfügungsrahmen festgelegt?
Den Rahmen setzt der Herausgeber, nicht Du. Bei Charge Cards und Revolving Cards wird dafür eine Bonitätsprüfung durchgeführt — auch Kreditwürdigkeitsprüfung genannt. Sie soll klären, ob Du in der Lage bist, den Verfügungsrahmen zurückzuzahlen.
Wie streng geprüft wird, hängt an der Kartenart. Die folgende Übersicht zeigt, wo eine SCHUFA-Abfrage dazugehört und wo nicht.
Bei einer Prepaid-Karte gibt es keinen Rahmen, sondern nur das aufgeladene Guthaben. Eine Debitkarte hat gar keinen Rahmen — sie bucht direkt vom Girokonto ab. Was ein Verfügungsrahmen im Einzelnen bedeutet und wie er sich von Kreditlimit und Kartenlimit unterscheidet, steht unter Kreditkarte mit Verfügungsrahmen.
Kreditkartenantrag abgelehnt: Was jetzt?
Eine Ablehnung ist kein Urteil über Dich, sondern die Entscheidung eines einzelnen Herausgebers nach seinen eigenen Kriterien. Ein anderer kann bei denselben Angaben zu einem anderen Ergebnis kommen — die Schwellen unterscheiden sich erheblich, und manche Häuser vergeben Karten, die andere ablehnen.
Den Ausschlag gibt bei Karten mit Kreditrahmen die Bonitätsprüfung. Fällt sie negativ aus, liegt das entweder an einem Eintrag bei einer Auskunftei oder daran, dass der Herausgeber die Rückzahlung des Rahmens nicht als gesichert ansieht.
Was über Dich gespeichert ist, lässt sich einsehen: Den Weg zur kostenlosen Selbstauskunft findest Du unter SCHUFA-Auskunft kostenlos beantragen. Bleibt die Karte mit Rahmen verschlossen, führen Prepaid- und Debitkarten weiter — dort kommt eine Ablehnung aus Bonitätsgründen nicht vor. Eine Übersicht über alle Kartenarten steht unter Kreditkarte, Erfahrungsberichte zu einzelnen Anbietern unter Erfahrungen.
Zur Einordnung: GIROMATCH ist Kreditvermittler nach § 34c GewO und vergibt selbst keine Kredite. Über eine Anfrage entscheidet die Bank oder der Anbieter, nicht wir.
Häufige Fragen zum Thema Kreditkarte beantragen
Der Antrag selbst ist online in wenigen Minuten ausgefüllt. Wie lange die Entscheidung dauert, hängt vom Herausgeber und von der Kartenart ab: Bei Debit- und Prepaid-Karten sind es zwei Schritte, bei Karten mit Kreditrahmen kommt die Bonitätsprüfung als dritter hinzu. Anbieter mit virtueller Karte überbrücken den Postweg — die Karte ist nach der Zusage sofort einsetzbar.
Persönliche Angaben wie Name, Geburtsdatum, Kontaktdaten und Adresse, dazu einen gültigen Ausweis für die Legitimation per Video-Ident oder PostIdent und eine Bankverbindung für die Abrechnung. Bei Karten mit Kreditrahmen kommen Angaben zu Beschäftigung und Einkommen hinzu.
Bei Karten mit Kreditrahmen verlangen die Herausgeber ein regelmäßiges Einkommen — sie geben schließlich Kredit. Ohne Einkommensnachweis führen Prepaid- und Debitkarten zum Ziel: Dort wird nur ausgegeben, was vorher aufgeladen oder auf dem Konto ist.
Das hängt vom Anbieter und vom Eintrag ab. Einige Herausgeber arbeiten ohne SCHUFA-Abfrage, andere prüfen und entscheiden trotzdem positiv. Bei einer Prepaid-Karte spielt die Bonität keine Rolle, weil kein Kredit vergeben wird — fast jeder kann sie ohne SCHUFA und ohne Girokonto beantragen.
Fünf Posten entscheiden: die Jahresgebühr, eine mögliche einmalige Ausgabegebühr, der Sollzins bei Teilzahlung, die Fremdwährungsgebühr im Ausland und die Gebühr fürs Bargeldabheben. Manche Karten sind selbst kostenlos, hängen aber an einem Girokonto mit Gebühr; bei anderen entfällt die Jahresgebühr ab einem Mindestumsatz. Die gültigen Konditionen stehen beim Herausgeber.
Jeder Herausgeber entscheidet nach eigenen Kriterien — eine Ablehnung bei einem Anbieter sagt wenig über den nächsten. Bei Karten mit Kreditrahmen gibt die Bonitätsprüfung den Ausschlag. Karten auf Guthabenbasis stehen unabhängig davon offen. Was über Dich gespeichert ist, lässt sich über eine kostenlose Selbstauskunft einsehen.
