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Kreditlexikon

Bearbeitungsgebühr

Bearbeitungsgebühren waren bis zum Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 13. Mai 2014 eine zulässige Form eines Entgelts, das Banken und Kreditinstitute beim Abschluss von Kreditverträgen von Kunden verlangt haben. Durch das Urteil des BGH wurden Bearbeitungsgebühren unzulässig und sind heute nicht mehr rechtsgültig. Bearbeitungsgebühren wurden von Kreditinstituten erhoben, um Kosten für die Bonitätsprüfung und Prüfung der Kreditwürdigkeit zu vollziehen. Die Gebühren lagen je nach Bankinstitut zwischen 0,5 % und 4 % und flossen in den Effektivzins ein. Nach Rechtsprechung des BGH fällt die Bonitätsprüfung des Kreditkunden jedoch in den Aufgabenbereich der Bank, die im Rahmen der Kreditvergabe keine Dienstleistung ist und somit keine entgeltliche Leistung mit sich zieht. Vermittlungsgebühren unterscheiden sich von Bearbeitungsgebühren und werden von speziellen Kreditvermittlern erhoben, die interessierte Kunden an Kreditinstitute vermitteln.

Bonität

Bonität bezeichnet die Kreditwürdigkeit einer Person, eines Unternehmens oder eines Staates und bezieht sich auf die Fähigkeit, in Anspruch genommene Kredite zurückzahlen zu können. Die Bonität einer Privatperson wird anhand von persönlichen und finanziellen Kriterien entschieden. Sie ist somit das Pendant zur Ausfallwahrscheinlichkeit. Eine hohe Bonität bedeutet eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit, eine niedrige Bonität eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit. Die Prüfung der Bonität ist ein zentraler Baustein bei der Kreditentscheidung von Banken, ob ein Kredit vergeben wird

Bonitätsprüfung

Bei der Bonitätsprüfung wird die Bonität eines Kreditnehmers geprüft, um zu entscheiden, ob eine Kreditentscheidung durch ein kreditgebendes Institut stattfindet. Die Bonitätsprüfung unterscheidet sich je nachdem, wer den Kredit beantragt. Bei Privatpersonen, die einen Ratenkredit beantragen, wird bei der Bonitätsprüfung auf persönliche, finanzielle und externe Entscheidungskriterien zurückgegriffen. Die persönliche Bonität setzt sich unter anderem aus dem Familienstand, dem Bildungsgrad oder dem Berufsstand zusammen. Finanzielle Entscheidungskriterien sind unter anderem vorhandenes Vermögen, regelmäßiges Einkommen sowie etwaige bestehende Finanzierungslasten. Externe Auskunfteien werden zu Rate gezogen, um die Bonitätshistorie eines Antragenden zu beurteilen. Die am weitesten verbreutete Auskunftei in der Kreditlandschaft ist die Schufa, es existieren jedoch eine Vielzahl an Instituten. Aggregiert ergeben die verschiedenen Entscheidungskriterien einen Score, der die Ausfallwahrscheinlichkeit repräsentiert und anhand dessen der Kreditzins bestimmt wird.

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