Girokonto ohne SCHUFA eröffnen: So funktioniert es
Ein Konto ohne SCHUFA-Abfrage bekommst Du heute bei mehreren Anbietern in wenigen Minuten. Beim Kredit ist ein negativer Eintrag noch immer eine hohe Hürde — beim Konto längst nicht mehr. Während klassische Banken von der Sparkasse bis zur Deutschen Bank vor jeder Eröffnung in Deine Akte bei der SCHUFA Holding AG schauen, gibt es inzwischen mehrere Anbieter, die das gar nicht erst tun.
Der Grund für den Unterschied liegt im Produkt: Wer kein Geld verleiht, muss auch nicht wissen, wie zuverlässig Du zurückzahlst. Konten auf Guthabenbasis kommen deshalb ohne Auskunftei aus, Kredite nicht. Stand: September 2026.
Das Wichtigste zu Girokonten ohne SCHUFA vorab
Drei Wege führen zum Konto, und sie unterscheiden sich darin, ob überhaupt eine Auskunftei gefragt wird.
Einen Einkommensnachweis verlangt keiner der hier genannten Anbieter. Wer sich vorher ansehen will, welche Neobanken es überhaupt gibt, findet das im Neobanken-Vergleich.
Girokonto ohne SCHUFA: Welches passt zu Dir?
Das hängt an drei Fragen: Wird die SCHUFA abgefragt, brauchst Du eine Karte dazu, und soll die Eröffnung online oder vor Ort laufen? Die folgende Übersicht sortiert die Anbieter genau danach.
Die Reihenfolge sagt nichts über die Qualität, sondern über die Hürde bei der Eröffnung: Oben stehen die Anbieter ohne Abfrage, unten die mit.
1. Konto von einer Bank, die nicht mit der SCHUFA zusammenarbeitet
Diese Anbieter fragen bei der Eröffnung keine Auskunftei ab und melden den Abschluss auch nicht dorthin.
Nickel: Konto auch ohne Internet, am Kiosk
Nickel ist ein Konto der Financière des Paiements Électroniques SAS mit eigener IBAN und einer Mastercard-Debitkarte für Zahlungen im In- und Ausland. Es gibt keine SCHUFA-Prüfung und keinen Nachweis; das Konto steht Menschen aus über 190 Ländern offen.
Der Unterschied zu allen anderen liegt im Weg zur Eröffnung: Nickel lässt sich online eröffnen — oder offline, an Kiosken, in Zeitungsläden und in Lottoannahmestellen. Wo Video-Ident und PostIdent bisher die Hürde waren, entfallen sie damit.
Onlinekonto: das Konto, das sich in ein P-Konto wandeln lässt
Das Onlinekonto der Paycenter GmbH ist ein Privatkonto ohne SCHUFA-Check, in wenigen Minuten eröffnet, mit Mastercard und Bargeldabhebung. Es ist unabhängig von Beruf und Einkommen und steht auch Selbstständigen, Vereinen und Unternehmen in Gründung offen. Legitimiert wird per Video-Ident oder Post-Ident.
Eine Eigenschaft hat sonst keiner der Anbieter hier: Die Wandlung in ein Pfändungsschutzkonto ist direkt online möglich, und die Einrichtung des Pfändungsschutzes kostet nichts. Wie das abläuft, steht auf P-Konto eröffnen. Unsere Erfahrungen stehen unter Onlinekonto im Test.
deblock, Blackcatcard und Monese
deblock der Deblock SAS führt ein Zahlkonto mit weltweit nutzbarer VISA-Karte im Null-Euro-Standardtarif, kostenlosen SEPA-Instant-Überweisungen, Apple Pay und Google Pay. Dazu gibt es Einweg-Karten gegen Betrug im Netz und ein integriertes Krypto-Wallet in Eigenverwahrung. Die SCHUFA bleibt außen vor.
Blackcatcard der Papaya Ltd arbeitet aus Malta, fragt keine Auskunftei ab und verlangt weder Mindesteinkommen noch Nachweis. Konto und Mastercard gibt es dort schon ab 16 Jahren, beantragbar aus der ganzen Welt, versendet auch außerhalb der EU. Zusatz-, Partner- und Kinderkarten lassen sich jederzeit dazubestellen. Der Testbericht steht unter Blackcatcard Erfahrungen.
Monese der Monese Ltd. eröffnet in drei Minuten per App, ohne SCHUFA-Check und ohne Adressverifikation, mit Mastercard-Debitkarte und Sofortaufladung. Der Support arbeitet in vierzehn Sprachen, darunter Türkisch, Rumänisch, Polnisch und Italienisch. Wichtig: Monese ist kein Girokonto, sondern ein Zahlkonto eines E-Geld-Instituts. Mehr dazu unter Monese Erfahrungen.
Vivid Money führt ein Konto ohne SCHUFA-Abfrage, das es für Privat- und für Geschäftskunden gibt, jeweils in einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Stufe. Zum Konto gehört eine VISA-Debitkarte. Was in der jeweiligen Stufe enthalten ist, steht beim Anbieter selbst.
Ebenfalls ohne Abfrage arbeitet Revolut, die größte Neobank Europas, mit Konto, Karte und Wertpapierhandel in einer App. Openbank, das Mobilkonto der spanischen Santander-Gruppe, prüft die SCHUFA bei der Eröffnung dagegen — es gehört in den nächsten Abschnitt.
Ein Punkt, der oft untergeht: Ohne Abfrage bei der Auskunftei heißt nicht, dass niemand hinsieht. Wer eröffnet, muss sich weiterhin ausweisen und einen Wohnsitz nachweisen. Weg fällt der Blick in die SCHUFA-Akte, nicht die Prüfung, wer Du bist.
2. Konto von einer Bank, die trotz SCHUFA ein Konto vergibt
Hier wird die SCHUFA geprüft, ein negativer Eintrag führt aber nicht automatisch zur Ablehnung.
Das N26 Flex-Konto ist genau dafür gemacht. N26 zieht eine Auskunft, das Konto richtet sich aber ausdrücklich an Kundinnen und Kunden mit einer nicht ganz sauberen Zahlungshistorie. Es ist ein reines Guthabenkonto mit Mastercard-Debitkarte und den üblichen Mobilfunktionen wie Google Pay und Apple Pay.

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- 4 verschiedene Kontomodelle, von Standard bis Metall
- Mit Mastercard Debit Kreditkarte und Google Pay, Apple Pay
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- Cash26-Netzwerk nutzen und an 11.500 Partnergeschäften Geld abheben
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Auch die C24 Bank gehört in diese Gruppe: Sie fragt die SCHUFA bei der Eröffnung ab. Zum Konto gehört eine Mastercard-Debitkarte. Der Testbericht steht unter C24 Bank Erfahrungen.

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3. Online Konto ohne SCHUFA und ohne PostIdent
Ohne PostIdent geht es auf zwei Wegen: über Anbieter, die per Video-Ident legitimieren, oder über die Eröffnung vor Ort. Den zweiten Weg bietet unter den hier genannten nur Nickel an — dort läuft die Eröffnung auch am Kiosk oder in der Lottoannahmestelle.
Daneben stehen Konten mit ausländischer Lizenz. Wer dort eröffnet, bekommt eine IBAN des jeweiligen Landes — für Überweisungen, Daueraufträge und Gehaltseingänge im SEPA-Raum macht das keinen Unterschied. Statt einer Identifikation in der Filiale genügt meist ein Foto des Ausweises und ein Selfie zum Abgleich. Eine deutsche Meldeadresse und ein gültiges Ausweisdokument bleiben nötig.
Konten mit ausländischer Lizenz im Überblick: Revolut, bunq aus den Niederlanden und Blackcatcard aus Malta. Du bekommst dort eine IBAN des jeweiligen Landes.
Ein Punkt gehört zur Ehrlichkeit dazu: Nicht jedes dieser Angebote ist ein Bankkonto. Monese etwa führt ein Zahlkonto eines E-Geld-Instituts, kein echtes Bankkonto. Für Überweisungen, Daueraufträge und den Gehaltseingang macht das im Alltag keinen Unterschied — bei der Frage, wie Dein Guthaben abgesichert ist, schon. Was für den einzelnen Anbieter gilt, steht in dessen Unterlagen.

- Kostenloses Konto mit Mastercard
- Keine SCHUFA-Abfrage, kein Mindesteinkommen, kein Nachweis notwendig
- Weltweiter Versand (auch außerhalb EU)
- Zusatzkarte, Partnerkarte oder Karte für Kinder jederzeit verfügbar
- Dauerhafte Verzinsung auf Dein Geld (aktuell: 4,00% p.a.)
Voraussetzungen für ein Konto ohne SCHUFA
Volljährigkeit und ein Ausweis reichen bei den meisten Anbietern. Was darüber hinaus verlangt wird, ist gesetzlich vorgeschrieben und dreht sich um die Identifikation — nicht um Deine Bonität.
Eine Frage taucht danach fast immer auf: Was meldet die Bank an die SCHUFA Holding AG? Bei den Anbietern aus Abschnitt 1 nichts — weder die Anfrage noch den Abschluss, das ist dort ausdrücklich Teil des Angebots. Bei den übrigen hängt es vom Institut ab. Welche Einträge es überhaupt gibt und wie lange sie stehen bleiben, steht unter SCHUFA-Eintrag: wann, warum, wie lange.
Die Identifikation läuft heute meist über Video-Ident: ein kurzer Videoanruf, bei dem bestätigt wird, dass Du wirklich Du bist. Daneben gibt es die eID-Funktion des Personalausweises und das klassische PostIdent-Verfahren in der Postfiliale. Wie die Verfahren im Einzelnen ablaufen, steht unter Legitimation.
Alternative Basiskonto: Das Konto trotz SCHUFA eröffnen
Auf ein Basiskonto hast Du einen Rechtsanspruch. Das Zahlungskontengesetz verpflichtet jede Bank mit Privatkundengeschäft, es anzubieten — unabhängig vom SCHUFA-Score. Sparkassen und Volksbanken führen Basiskonten, ebenso Commerzbank, ING und Deutsche Bank.
Der Name wechselt je Haus: Bei der Sparkasse heißt es „Guthabenkonto”, bei der Comdirect „Basiskonto gemäß §§ 30 ff Zahlungskontengesetz”, bei der Deutschen Bank schlicht „Basiskonto”. Die Beantragung läuft teils online, oft noch per Brief oder in der Filiale.
Was ein Basiskonto kann und was nicht, ist gesetzlich festgelegt:
Eine Karte ist oft dabei, dann aber als Debitkarte ohne Kreditrahmen. Einen Dispo gibt es nicht — das Basiskonto ist ein reines Guthabenkonto. Wer eine Karte mit Rahmen sucht, findet die Lage unter Kreditkarte ohne SCHUFA und Prepaid-Kreditkarte.
Pfändungsschutzkonto: Konto direkt als P-Konto führen
Jedes Zahlungskonto lässt sich auf Verlangen in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln — auch ein Basiskonto, und auch noch dann, wenn die Pfändung bereits läuft. Die Bank darf das nicht ablehnen und für den Pfändungsschutz selbst keine gesonderte Gebühr verlangen.
Auf einem P-Konto ist ein Grundbetrag je Kalendermonat automatisch vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt, ohne Antrag und unabhängig davon, woher das Geld stammt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Ein P-Konto läuft nur auf Guthabenbasis, und jede natürliche Person darf nur ein einziges Zahlungskonto als P-Konto führen — Gemeinschaftskonten sind ausgeschlossen. Beim Onlinekonto der Paycenter GmbH ist die Umwandlung direkt online möglich. Welcher Betrag geschützt ist, wer die Bescheinigung für einen höheren Freibetrag ausstellt und welche Fristen bei laufender Pfändung gelten, steht auf P-Konto eröffnen. Wer wissen will, was bei einer Pfändung mit einem Kredit passiert, findet das unter Kredit trotz Pfändung.
Zu alten Einträgen gibt es zwei Seiten im Haus: Die Fristen stehen unter SCHUFA-Eintrag: wann, warum, wie lange, die Wege zur Löschung unter negativen SCHUFA-Eintrag löschen lassen. Ein Konto zu wechseln, ohne die Bonität zu berühren, beschreibt Girokonto wechseln; die Übersicht über alle Kontoarten steht unter Girokonto, kostenlose Modelle unter kostenloses Girokonto.
Zur Einordnung: GIROMATCH führt selbst keine Konten und ist keine Bank. Wir vergleichen die Angebote unserer Partner und leiten Deine Anfrage weiter; über die Eröffnung entscheidet das Institut. Für Kredite sind wir Kreditvermittler nach § 34c GewO und vergeben selbst keine Kredite. Eine Karte mit Rahmen zeigt Kreditkarte.
Häufige Fragen zu Girokonto, SCHUFA und Bonität
Mehrere Anbieter eröffnen ohne SCHUFA-Abfrage — darunter Nickel, das Onlinekonto der Paycenter GmbH, deblock, Blackcatcard und Monese. Sie prüfen bei der Eröffnung keine Auskunftei und melden den Abschluss auch nicht dorthin. Klassische Filialbanken tun beides.
Zwei Wege führen zum Ziel. Entweder ein Anbieter, der gar nicht abfragt — dann spielt der Eintrag keine Rolle. Oder eine Bank, die abfragt, aber trotz Eintrag eröffnet, etwa N26 mit dem Flex-Konto. Daneben steht das Basiskonto, auf das ein Rechtsanspruch besteht.
Mehrere Anbieter arbeiten mit einer Lizenz aus dem europäischen Ausland, darunter bunq aus den Niederlanden und Blackcatcard aus Malta. Du bekommst dort eine IBAN des jeweiligen Landes. Die Identifikation läuft meist online über ein Foto des Ausweises und ein Selfie zum Abgleich.
Das hängt vom Anbieter ab und reicht vom kostenlosen Guthabenkonto bis zum Konto mit monatlicher Gebühr. Die Preise stehen beim jeweiligen Anbieter; eine Bonitätsprüfung ist bei keinem der genannten Voraussetzung.
Nein. Keiner der hier genannten Anbieter verlangt einen Einkommensnachweis. Volljährigkeit und ein gültiger Ausweis genügen; bei Blackcatcard geht es ab 16 Jahren.
Ja. Jedes Zahlungskonto muss die Bank auf Verlangen als Pfändungsschutzkonto führen, auch noch nach einer Pfändung. Beim Onlinekonto der Paycenter GmbH ist die Umwandlung direkt online möglich. Jede Person darf allerdings nur ein einziges Zahlungskonto als P-Konto führen.