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Finanzlexikon

Währungsrisiko

Durch die Änderungen von Wechselkursen unterschiedlicher Währungen kann für Personen oder Unternehmen, die Fremdwährungen besitzen, ein Währungsrisiko entstehen. Das Risiko besteht dabei darin, dass sich der Wert einer Währung gegenüber einer anderen verringern. Dadurch können für Unternehmen beispielsweise zusätzliche Kosten, aber auch Gewinne durch höhere Einnahmen in Fremdwährungen entstehen. Währungsrisiken gibt es daher sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Es gibt drei Arten des Währungsrisikos: 1. Transaktionsrisiko: Diese Art des Risikos beschreibt die Vermögensänderung von Unternehmen durch Wechselkursschwankungen. 2. Translationsrisiko: Wenn ein Unternehmen Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung hat, beispielsweise einen Kredit in einer anderen Währung, kann sich das Volumen dieses Kredits durch Wechselkursänderungen erhöhen oder verringern. 3. Operationsrisiko: Davon sind insbesondere Unternehmen betroffen, die Zahlungsströme aus dem Ausland empfangen. Die Höhe dieser Einnahmen oder Ausgaben kann sich durch einen veränderten Wechselkurs ändern.

Wandelanleihe

Wandelanleiehen sind Anleihen, die von Aktiengesellschaften ausgegeben werden und fest verzinst sind. Während einer gewissen Wandlungsfirst können die Anleihen durch den Inhaber in Aktien des jeweiligen Unternehmens getauscht werden. Die Anzahl der Anleihen, die in Aktien umtauschbar ist, ist genau vordefiniert. Es gibt sowohl Anleihen mit einer Umtauschpflicht, die gegen Aktien getauscht werden müssen, als auch Wandelanleien mit einer Umtauschoption. Bei letzterer müssen die die Wandelanleihen nicht zwingend in Aktien eingetauscht werden. Der Anleger hat die Möglichkeit, die Anleihe zu einem vorgegebenen Zins bis zum Ende der Laufzeit zu halten. Je nach Entwicklung des Aktienkurses kann ein Umtausch für den Besitzer gewinnbringend sein, oder nicht. Falls kein Umtausch stattfindet, werden die Anleihen zum Ende der Laufzeit ausbezahlt. Kurzum bieten Wandelanleihen sowohl Sicherheit, als auch hohe Renditechancen. Der Sicherheitsaspekt ist durch die Schuldverschreibung im Rahmen der Anleihe gegeben. Falls sich der Anleger für eine Spekulation auf einen hohen Aktienkurs entscheidet, ist das per Umtausch möglich. Letztendlich können damit die Gewinne gesteigert werden, aber auch die Verluste können durch einen fallenden Aktienkurs steigen.

Wechselkurs

Der Preis einer Währung wird durch den Wechselkurs bestimmt. Auf dem Devisenmarkt treffen Devisenangebot und Devisennachfrage aufeinander. Dadurch wird der Preis der jeweiligen Währung gebildet. Auf dem internationalen Finanzmarkt bestimmt der Wert einer Währung die Wettbewerbsfähigkeit. Als Anleger oder Unternehmen kann man in Fremdwährungen investieren. Durch vorteilhafte Wechselkursänderungen kann man so Gewinne machen. Es gibt zwei Arten von Wechselkursen – den nominalen und den realen Wechselkurs. Mit dem nominalen Wechselkurs kann eruiert werden, in welcher Relation zwei unterschiedliche Währungen miteinander getauscht werden können. Dadurch wird eruiert, in welchem Verhältnis die Werte der Währungen zueinander stehen. Der reale Wechselkurs beschreibt das Verhältnis, in dem ein Warenkorb unterschiedlicher Produkte in zwei Währungsräumen miteinander getauscht werden kann. Daher beschreibt der reale Wechselkurs die Preise von verschiedenen Produkten im In- und Ausland. Je nach positiver oder negativer Änderung des Kurses steigt oder sinkt die Kaufkraft einer Währung und somit eines Landes oder einer Region. Mittels Zeitverlauf kann so auch die Entwicklung der Kaufkraft einer Region oder eines Landes beschrieben werden.

Wertpapier

Wertpapiere sind Urkunden, die Vermögensrechte verbriefen. Das können beispielsweise Aktien sein, die die Miteigentümerschaft eines Aktionärs an einer Aktiengesellschaft belegen. Nur durch diese Urkunden können die verbrieften Rechte geltend gemacht werden. Abgesehen von Aktien kann es sich dabei um Anleihen, Wandelanleihen oder andere Obligationen handeln. Das Gegenteil von Wertpapieren sind beispielsweise Rechnungen oder Schuldscheine. Die weisen keinen Wert aus, sondern sind Verpflichtungen gegenüber Personen oder Institutionen, denen man Geld schuldet.

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