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Finanzlexikon

Verbriefung

Durch eine Verbriefung werden Forderungen, die nicht handelbar sind, in handelbare Wertpapiere umgewandelt. Die Unternehmen, die Verbriefungen ausstellen, beschaffen sich damit Kapital. Dabei kann es sich unter anderem auch um Banken handeln. Durch Verbriefungen entstehen erweiterte Finanzierungsmöglichkeiten für den Herausgeber dieser Wertpapiere. Verbriefungen entwickelten sich in den 1970er Jahren, als immer mehr Wertpapiere gegenüber einer Aufnahme von Buchkrediten emittiert wurden. Bei verbrieften Wertpapieren handelt es sich unter anderem um forderungsbesicherte Wertpapiere oder um hypothekenbesicherte Wertpapiere. Bei forderungsbesicherten Wertpapieren bedeutet das, dass bei einem Ausfall des Wertpapieres gewisse Forderungen geltend gemacht werden können. Dabei handelt es sich meist um Eigenkapital, beispielsweise ein Haus oder ein Auto. Hypothekenbesicherte Wertpapiere sind durch die Geldflüsse von Kreditforderungen besichert. Eigenkapital ist dafür meist nicht notwendig, da der Zahlungsfluss durch Kreditrückzahlungen getilgt wird. Das führt wiederum zu einem hohen Ausfallsrisiko. Hypothekenbesicherte Wertpapiere spielten eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Finanzkrise von 200, da sie großteils durch zweitklassige Hypothekendarlehen von kreditunwürdigen Personen besichert waren. Verbriefungen scheinen nicht in der Bilanz einer Bank auf, da die Deckung der Vermögenswerte an eine Zweckgesellschaft übertagen wird. Pfandbriefe wiederum sind in der Bilanz nachvollziehbar.

Volatilität

Die Volatilität beschreibt Kursschwankungen, zum Beispiel von Wertpapierkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen, über einen bestimmten Zeitraum. Sie wird durch die Standardabweichung um einen Mittelwert über diesen Zeitraum gemessen. Bei Wertpapieren ist die Volatilität der Maßstab für die Preisschwankungen, beispielsweise die Kursschwankungen einer Aktie. Ist die Volatilität eines Wertpapieres höher, so ist mit höheren Kursschwankungen zu rechnen als bei niedriger Volatilität. Eine hohe Volatilität ist mit höheren Kursschwankungen, und somit einem höheren Risiko für Anleger verbunden. Gleichzeitig bieten Aktien mit einer hohen Volatilität den Vorteil, dass man innerhalb eines kurzen Zeitraums hohe Gewinne machen kann. Gleichzeitig können jedoch auch die Verluste größer ausfallen. Legt man sein Geld über einen längeren Zeitraum an, so greift man oft zu Aktien mit stabileren Kursen. Die wiederum bieten weniger Risiko als volatile Wertpapiere und können so innerhalb eines größeren Zeitrahmens solide Gewinne einbringen, wenn der Kurs steigt. Im Bereich der Außenwirtschaft beschreibt die Volatilität Schwankungen von Wechselkursen. Auch Investitionen in Fremdwährungen bieten Anlegern Gewinnchancen. Je nach Stabilität des Wechselkurses sind die Gewinnmöglichkeiten größer oder geringer.

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