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Finanzlexikon

Terminbörse

An einer Terminbörse werden Termingeschäfte gehandelt. Diese beinhalten unter anderem Futures und Optionen. Andere Namen für Terminbörse sind beispielsweise Derivatebörse oder Optionsbörse. Termingeschäfte sind Handlungen, die zwar in der Gegenwart beschlossen, aber erst in der Zukunft abgewickelt werden. Rund um die Welt gibt es einige bekannte Terminbörsen. Die EUREX ist eine der weltweit größten Terminbörsen und entstand durch die Fusion der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Schweizer SOFFEX. Weiters gibt es noch die Chicago Mercantile Exchange, eine der ältesten ihrer Art. Das Gegenteil einer Terminbörse ist der Spotmarkt, auch bekannt als Kassabörse. Dort findet die Erfüllung des Vertrages sofort, also zumindest binnen 2 Tagen, statt.

Termingeschäft

Termingeschäfte sind Börsengeschäfte, die laut Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden. Der Kurs wird jedoch bereits am Tag des Vertragsabschlusses festgelegt. In Deutschland wurden Termingeschäfte 1931 verboten, aber im Rahmen von Optionsgeschäften an den Börsen wieder erlaubt. Seit 1990 gibt es auch wieder die Möglichkeit, Termingeschäfte an Terminbörsen abzuschließen. Mit Termingeschäften haben Investoren die Möglichkeit, auf einen steigenden Kurs zu spekulieren. Es gibt zwei Arten von Termingeschäften – bedingte und unbedingte Termingeschäfte. Bedingte Termingeschäfte sind Optionsgeschäfte, während unbedingte Termingeschäfte fest und verpflichtend sind. Daher müssen sowohl Käufer- als auch Verkäufer bei unbedingten Termingeschäften das Geschäft zu einem vorgegebenen Zeitpunkt erfüllen. Bei bedingten Termingeschäften gibt es die Möglichkeit, aus dem Geschäft auszusteigen. Daher kommt auch der Name Optionsgeschäfte.

Timing

Als Timing bezeichnet man oft die Fähigkeit, ein Finanzprodukt zu einem guten Zeitpunkt zu kaufen, und zum richtigen Zeitpunkt wieder zu verkaufen. Handelt es sich beispielsweise um Wertpapiere, liegt der Ankaufspreis bei einem guten Timing unter dem Verkaufspreis, wodurch für den Investor durch den Kursgewinn Rendite entstehen. Investiert man längerfristig in Aktien, kommen auch Dividenden als Form der Rendite hinzu. Das Timing ist daher ein essenzieller Faktor bei der Geldanlage. Abgesehen vom richtigen Kaufs- und Verkaufsmoment eines Finanzproduktes spielt auch die Dauer der Geldanlage eine Rolle. Investiert man beispielsweise über einen kurzen Zeitraum hinweg in Aktien, ist das Verlustrisiko durch Kursschwankungen meist höher als bei einem längerfristigen Zeitraum. Wertpapierkurse tendieren über eine längere Zeitspanne eher dazu, sich wieder auszugleichen. Um das Timing relativ gut einschätzen zu können, sollte man als Investor sowohl über wirtschaftliche, als auch über politische Nachrichten und technische Neuerungen informiert sein, da diese den Aktienmarkt beeinflussen.

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