Giromatch
Finanzlexikon

P2P-Lending

Peer-to-Peer-Lending (P2P-Lending) beschreibt die Vergabe von Darlehen einer Gruppen Privatpersonen an andere Privatpersonen. Mitunter wird auch häufig der Begriff Crowdlending verwendet. Eine Gruppe von Personen, die sogenannte „Crowd“, verleiht dabei Geld an private Kreditnehmer. Im Gegenzug erhalten die Kreditgeber dafür einen gewissen Prozentsatz als Rendite. P2P-Lending wird meist über Online-Plattformen abgewickelt, ohne dass dabei eine Bank als Vermittler auftritt. Das hat den Vorteil, dass die Zinsen der Kreditnehmer, die als Gebühr für das Leihen von Geld entrichtet werden, fast gänzlich an Anleger weitergeleitet werden kann. Online-Plattformen sind durch niedrigere Betriebskosten kosten-, aber auch zeiteffizienter. Dieser Vorteil ist insbesondere gegenüber Banken erheblich. Sowohl der Kreditvergabe- als auch der Anlageprozess kann binnen weniger Minuten automatisch online abgewickelt werden. Oft wird P2P-Lending auch für die Vergabe von Klein- und Mikrokrediten in Schwellen- und Entwicklungsländern verwendet. Die Absicht, Gewinne zu erzielen, steht dabei nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es um die Unterstützung von Projekten zu Wohltätigkeitszwecken. Das wird oft auch als Social Lendig bezeichnet. Unternehmern wird es dadurch ermöglicht, Kapital für ein Vorhaben zu bekommen, und es nach der Umsetzung über einen gewissen Zeitraum zurückzuzahlen.

Pfandbrief

Pfandbriefe sind besicherte Anleihen, die von Hypothekenbanken ausgestellt werden. Pfandbriefe werden oft auch als emittierte Schuldverschreibung bezeichnet. Die Deckung eines Pfandbriefs beruht auf unterschiedlichen Sachwerten, zum Beispiel Immobilien oder Grundstücke. Kreditgeber haben dadurch die Möglichkeit, gepfändete Wertgegenstände liquidieren zu können, falls der Darlehensnehmer seiner Kreditschuld nicht nachkommt. Aufgrund dessen handelt es sich dabei um eine besonders sichere Anleiheform, was sie bei Anlegern beliebt macht. Bereits im Mittelalter dienten Pfandbriefe als Wertgarant. Personen konnten mittels Pfandbrief ihr Eigentum verpfänden, um Kredite zu bekommen. Schuldner stellten einen Pfandbrief an ihren Gläubiger aus, der im Gegensatz dazu einen gesicherten Kredit auszahlte. War der Kredit komplett zurückgezahlt, wurde der Pfandbrief durch den Gläubiger wieder aufgelöst. Falls der Darlehensnehmer das Geld nicht an den Kreditnehmer zurückzahlen konnte, wurde das auf dem Pfandbrief aufscheinende Eigentum verpfändet, um so an Geld zu gelangen. Pfandbriefe mit einem Marktvolumen von über 1 Milliarde Euro werden als Jumbo-Pfandbrief bezeichnet.

giromatch.com bewerten:
4.38 / 5
316 abgegebene Stimmen.
Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies entnehmen Sie bitte unserer Datenschutz-Richtlinie
OK