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Finanzlexikon

Magisches Dreieck

Das magische Dreieck der Geldanlage beschreibt die drei Ziele, die Anleger bei einer Investition verfolgen können: Rendite, Sicherheit, und Liquidität. Da alle drei Faktoren jedoch mit gegenseitigen Zielkonflikten verbunden sind, sind maximal zwei der drei Ziele gleichzeitig in vollem Ausmaß erreichbar. Die höchstmögliche Sicherheit ist beispielsweise nicht mit der maximalen Rendite kombinierbar. Aus diesem Grund müssen Anleger zumindest bei einem der drei Faktoren Abstriche in Kauf nehmen. Die Rendite beschreibt den Ertrag, den eine Geldanlage bringen kann. Anlagen mit höheren Risiken bieten meistens eine höhere erwartete Rendite. Dafür ist jedoch das Verlustrisiko höher und die Sicherheit geringer. Je nach Finanzprodukt sind die Risiken für Anleger größer oder geringer. Durch eine Diversifikation des Anlageportfolios können Anleger Risiken minimieren, da das Geld auf mehrere Anlagearten aufgeteilt wird. Dadurch wird das Ausfallsrisiko verringert. Der Faktor Liquidität beschreibt die Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Beim Abschluss eines Festgeldkontos ist das investierte Vermögen für eine gewisse Laufzeit an die Anlageform gebunden, was bedeutet, dass es für den täglichen Zahlungsverkehr nicht zur Verfügung steht. Daher ist wichtig zu definieren, ob eine Geldanlage kurz-, mittel- oder langfristig abgeschlossen werden soll. Die Laufzeit hängt primär vom Ziel des Anlegers ab. Dient das Geld für den nächsten Sommerurlaub, sollte die Laufzeit kürzer gewählt werden als beispielsweise für die Altersvorsorge.

Marktschwankungen

Marktschwankungen beschreiben regelmäßige Auf- und Abschwünge des Marktes, die durch Marktbeobachtungen analysiert werden können. Diese Schwankungen können sowohl jahreszeitlich, als auch alle paar Jahre auftreten. Abhängig davon spricht man von saisonalen Schwankungen oder Konjunkturschwankungen. Saisonschwankungen sind mit dem Wechsel der Jahreszeiten verbunden. In den Wintermonaten gibt es beispielsweise saisonale Arbeiter in Tourismusregionen, was zu einer geringeren Arbeitslosigkeit führen kann. Außerdem können Skiorte durch den Tourismus in der kalten Jahreszeit oft hohe Umsätze verbuchen. In den Sommermonaten ist die Anzahl an Touristen jedoch oft geringer, was zu einem verringerten Wirtschaftswachstum führt. Saisonale Schwankungen treten daher meist nur in gewissen Wirtschaftsbereichen auf, wie zum Beispiel im Tourismus oder der Landwirtschaft. Konjunkturschwankungen sind durch den Konjunkturzyklus sichtbar und beschreiben das Auf- und Ab des gesamten Wirtschaftswachstums. Die im Wirtschaftszyklus auftretenden Aufschwünge, sogenannte Hochkonjunkturen, stehen Abschwüngen, den Rezessionen, gegenüber. Diese Bewegungen beziehen sich, im Gegensatz zu saisonalen Schwankungen, auf die gesamte Wirtschaftslage und sind längerfristig sichtbar. Saisonale Schwankungen hingegen treten kurzfristiger auf. Basierend auf den Entwicklungen der Wirtschaftslage werden durch Konjunkturzyklen Trends für zukünftige Entwicklungen sichtbar. Im Gegensatz zu Marktschwankungen steht die Marktverschiebung, die eine Strukturwandlung, also eine Marktänderung zwischen Angebot und Nachfrage, beschreibt.

MiFID

MiFID ist die englische Abkürzung für Markets in Financial Instruments Directive. Auf Deutsch versteht man darunter die Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates über Märkte für Finanzinstrumente. Das Ziel der Richtlinie ist, den Finanzwettbewerb zu stärken und zur weiteren Vereinheitlichung der europaweiten Finanzmarktregulierung beizutragen. Die Regelung wurde am 21. April 2004 beschlossen und im Jahr 2007 in Deutschland umgesetzt. Sie zielt neben der Simplifizierung des Regelwerks auch auf eine bessere Beratung von Anlegern ab. Dabei geht es insbesondere um einen besseren Schutz der Anleger, unter anderem durch Wohlverhaltensregeln von Kreditinstituten und deren Beratern. Des Weiteren sind umfassendere Informationspflichten, wie zum Beispiel die Vor- und Nachhandelstransparenz, enthalten. Seit dem Jahr 2011 bestehen Pläne für eine grundlegende Überarbeitung und Erweiterungen der MiFID. Das Ziel dieser Überarbeitung ist eine weitere Vereinheitlichung der unterschiedlichen nationalen Regelwerke, um den Zugang zu diversen Finanzinstrumenten und deren Regulierung in den unterschiedlichen EU-Mitgliedsstaaten möglichst gleich zu gestalten.

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