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Finanzlexikon

Laufzeit

Die Laufzeit beschreibt die Zeitdauer eines Vertrages, der für ein Finanzprodukt abgeschlossen wird. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Laufzeit einer Kreditrückzahlung, die Laufzeit eines Anlageportfolios, oder die Laufzeit eines Festgeldkontos handeln. Je länger die Laufzeit ist, desto länger ist das angelegte Geld an die Anlageform investiert. Bei einem Festgeldkonto ist das angelegte Geld während der Laufzeit gebunden. Das heißt, dass das Geld während der Laufzeit nicht zugänglich ist, dafür aber fix verzinst wird. Bei einer vorzeitigen Beendigung eines Vertrages, beispielsweise eines Festgeldkontos, muss dieser gekündigt werden. Das hat jedoch oft zur Folge, dass keine Zinsen ausgezahlt werden. Ein Portfolio, in das Geld investiert wird, hat eine gewisse Laufzeit. Während dieser Laufzeit erhalten Anleger Rendite auf das Geld, das sie angelegt haben. Je nachdem worin das Geld investiert ist kann diese über die gesamte Laufzeit höher oder geringer ausfallen. Je nach Anlageprodukt ist die Anlage auch einem höheren oder geringeren Risiko ausgesetzt. Aktien werden meist als langfristige Anlageoption gesehen, da durch Kursschwankungen Phasen entstehen können, in denen sich der Wert der Anlage verkleinert. Längerfristig gibt es immer wieder Auf- und Abschwünge im Konjunkturzyklus, weshalb auch bei der Investition in Aktien Schwächephasen längerfristig ausgeglichen werden können.

Leitzins

Der Leitzins ist ein Zinssatz, der von einer Zentralbank festgelegt wird. Je nach Geldpolitik der Zentralbank fällt der Leitzins höher oder niedriger aus. Kreditinstitute können sich zum Preis des Leitzinses Geld bei der Zentralbank leihen. Mit dem Leitzins können die Zentralbank somit die Kosten, die anfallen, damit Geld geliehen werden kann, steuern. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der EZB-Rat für eine Veränderung des Leitzinssatzes verantwortlich. Je nach Höhe des Leitzinses fallen auch die Kosten für Kredite höher oder niedriger aus. Falls es für die Bank möglich ist, zu einem niedrigen Zinssatz Geld bei der EZB zu leihen, kann sie auch billige Kredite an ihre Kunden weitergeben. Dadurch wächst wiederum die Zahl der Kreditnehmer, weil der Preis für das Ausleihen von Geld geringer ist. Während eines Niedrigzinsniveaus, wie es derzeit der Fall ist, sinkt dadurch jedoch auch die Rendite für Anleger. Durch die steigende Nachfrage steigt die Produktion, wodurch wiederum mehr Arbeitsplätze entstehen. Daher zielt eine Niedrigzinspolitik meist darauf ab, das Geld in der Wirtschaft durch Konsum in Schwung zu halten und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Der Leitzins soll für Preisstabilität sorgen. Die Preise steigen, sobald die Nachfrage das Angebot übersteigt, was zur Inflation führt. Falls die Löhne der Arbeitnehmer jedoch nicht gleichzeitig steigen, sinkt der Konsum, da die Produkte zu teuer sind. Um einen Abwärtstrend der Wirtschaft zu verhindern, kann die Zentralbank den Leitzinssatz erhöhen. Dadurch sinken die Investitionen, wodurch auch die Nachfrage geringer wird, wodurch die Preise sinken. Des Weiteren haben höhere Höhere Leitzinsen haben hingegen zur Folge, dass der Preis des Geldes steigt. Für Anleger bedeutet das wiederum eine höhere Rendite.

Liquidität

Liquidität ist die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Verbindlichkeiten bezahlen zu können. Eine Person oder ein Unternehmen ist liquid, wenn offene Zahlungen beglichen werden können. Dabei kann es sich um Gehälter, Mieten oder offene Rechnungen handeln. Bei mangelnder Liquidität ist man verschuldet und zahlungsunfähig. Das kann letztendlich zu einer Insolvenz führen. Zu hohe Liquidität führt hingegen dazu, dass Geld gehortet und nicht investiert wird. Das führt zu Einbußen bei Rendite, da auf Zinsen verzichtet wird. Daher ist es wichtig, ein Mittelmaß an Risiko und Sicherheit zu wählen und dabei zu achten, liquide zu blieben. Bei zu hohem Risiko droht der Verlust von Kapital, was zur Zahlungsunfähigkeit führen kann. Bei zu geringem Risiko und dem Horten von Vermögen verringert sich der Wert durch Inflation. Dadurch geht automatisch ein Teil des Geldes verloren. Zu geringe Liquidität ist neben einer mangelnden Eigenkapitalquote die häufigste Ursache von Unternehmensinsolvenzen. Das ist oft bei ungenügender Liquiditätsplanung der Fall. Dadurch verlieren Unternehmen aufgrund von ausstehenden Zahlungen an Bonität, was die zukünftige Liquidität weiter gefährdet und letztendlich zur Zahlungsunfähigkeit führt.

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