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Finanzlexikon

Konditionen

Geldanlageformen können zu bestimmten Konditionen abgeschlossen werden. Diese Konditionen beschreiben die Bedingungen, die beim Abschluss eines Vertrages für eine Geldanlage eingegangen werden. Diese Vertragsbedingungen beinhalten zum Beispiel die festgelegte Länge der Laufzeit einer Geldanlage, die Zinssätze und weitere Faktoren, die im Vertrag festgelegt werden. Je nach Anlageform sind die Konditionen meist unterschiedlich. Tagesgeldkonten werden beispielsweise zu anderen Konditionen angeboten als Festgeldkonten. Für Aktien und andere Wertpapierformen gibt es wieder andere Vertragsbedingungen. Vor Vertragsabschluss ist es daher wichtig, sich für ein Anlageprodukt zu vorteilhaften Konditionen zu entscheiden. Tagesgeldkonten haben beispielsweise den Vorteil, dass Anleger täglich über das angelegte Geld verfügen können. Bei Festgeldkonten ist das angelegte Kapital für eine gewisse Zeit an die Anlageform gebundenm dafür sind jedoch die Zinsen meistens höher als bei Tagesgeldkonten. Festgeldkonten werden beim Abschluss der Anlage auch fest verzinst. Das bedeutet, dass die Zinsen auch während einer Niedrigzinsphase gleichbleiben. Aktien wiederum können eine hohe Rendite erzielen; das angelegte Kapital ist jedoch einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Es ist jedoch nicht nur die Anlageform von Relevanz, sondern auch der Anbieter, bei dem die Geldanlage getätigt wird. Bei Banken fallen oft höhere Kosten und Gebühren an, als bei Online-Anbietern. Diese haben außerdem den Vorteil geringerer Infrastruktur- und Personalkosten, was Anlegern oft eine höhere Rendite einbringt als die die Anlage bei einer Bank. Um erfolgreich Geld anzulegen, sind die Konditionen der Investition daher äußerst wichtig.

Kontonummer

Die Kontonummer ist eine spezifische, einmalig vorkommende Identifikationsnummer für ein Bankkonto. Mithilfe der Kontonummer kann Geld auf ein Bankkonto und somit an eine gewisse Person oder ein Unternehmen überwiesen werden. Mittlerweile wird der Zahlungsverkehr mit der sogenannten IBAN abgewickelt. IBAN steht für den englischen Begriff International Bank Account Number, was auf Deutsch Internationale Bankkontonummer bedeutet. Der Vorteil einer IBAN besteht darin, dass sie eine international standardisierte Form der Kontonummer ist. Ältere Formen der Kontonummer waren je nach Land oft unterschiedlich und folgten einem unterschiedlichen System. Die IBAN soll den internationalen Zahlungsverkehr somit erleichtern. Dennoch dient die Kontonummer nach wie vor zur eindeutigen Zuordnung und Identifikation eines bestimmten Bankkontos. Hinter Kontonummern steckt ein ausgeklügeltes System. Die in einer Kontonummer vorkommenden Zahlen gibt es nicht durch Zufall. Meist enthalten sie eine Prüfziffer, die bei der IBAN zweistellig ist und direkt nach dem Ländercode steht. Bei niedrigen Kontonummern enthält die IBAN oft einige Füllnullen, um das vorgegebene Format zu erfüllen.

Kreditausfallswap (Credit Default Swap, CDS)

Als Kreditausfallswap, öfter bekannt unter dem englischen Begriff Credit Default Swap (CDS), bezeichnet man ein Kreditderivat, mit dem die Ausfallsrisiken von Darlehen und Krediten gehandelt werden können. Somit handelt es sich dabei um eine Kreditausfallversicherung. Der Sicherungsgeber muss im Falle des Ausfalls eines Kredits eine vorab fixierte Ausgleichszahlung an den Sicherungsnehmer bezahlen. Im Gegenzug muss der Sicherungsnehmer eine Versicherungsprämie an den Sicherungsgeber zahlen. Daher bieten Credit Default Swaps die Möglichkeit, gegen die Risiken von Kreditausfällen zu versichern. Gleichzeitig hat der Versicherungsgeber die Chance, Versicherungsprämien durch den Sicherungsnehmer zu bekommen. Je nach Bonität des Referenzschuldners und der Länge der Laufzeit kann diese Prämie höher oder niedriger ausfallen. Bis zum Jahr 2007, in dem die globale Finanzkrise begann, war der Markt für CDS von starkem Wachstum geprägt. CDS werden nicht an der Börse gehandelt. Daher sind die genauen Umsätze, die durch CDS entstehen, nicht zentral erfasst. Es gibt jedoch Marktstudien, die aussagen, dass das Volumen von CDOs Ende 2001 bei rund 1 Billion US-Dollar lag. Bis zum Jahr 2006 stieg es auf 50 Billionen US-Dollar an. Vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 ging das Volumen von Kreditausfallswaps auf 40 Billionen US-Dollar zurück. Im Rahmen der Finanzkrise wurden Kreditausfallswaps für eine Verstärkung der Krise verantwortlich gemacht.

Kryptowährung

Digitale Zahlungsmittel, wie Bitcoins, bezeichnet man oft als Kryptowährung oder Kryptogeld (engl.: cryptocurrency). Im Gegensatz zu Zentralbankgeld, das von Zentralbanken herausgegeben wird, handelt sich dabei um ein dezentrales Zahlungsmittel. Kryptogeld wird nicht von Notenbanken generiert, sondern basiert auf der Blockchain-Technologie. Die erste Kryptowährung dieser Art war der Bitcoin, der seit 2009 gehandelt wird. Mittlerweile gibt es über 3.000 weitere Arten digitaler Währungen, die mitunter auf sehr ähnlichen Technologiemerkmalen basieren. Kryptowährungen werden durch eine Software betrieben und können daher auch potenzielle Softwarefehler aufweisen. Manche Überweisungen des Geldes gelten mitunter als riskant. Besitzer von Kryptogeld können ihre Währungsreserven sowohl online, als auch offline aufbewahren. Dafür wird dem jeweiligen Besitzer ein speziell generierter Code zugeteilt, der den Besitz einer gewissen Geldsumme ausweist. Das öffentliche Interesse an den elektronischen Währungen hat in letzter Zeit stark zugenommen. Als Anlage sind sie aufgrund der hohen Volatilität hochriskant, können aber auch äußerst ertragreich sein. Abgesehen davon sind sie bis dato kaum reguliert. Dadurch können in kürzester Zeit hohe Gewinne, aber auch starke Verluste entstehen.

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