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Finanzlexikon

Festgeld

Festgeld, auch unter dem Begriff Termingeld bekannt, sind kurz- bis mittelfristige Geldanlagen über zumindest einen Monat. Nach diesem Zeitraum wird die Geldanlage fällig und zur Sichteinlage. Dadurch bekommt das Festgeld auch oft den Namen Termingeld – zu einem bestimmten Termin wird das Geld des Anlegers wieder freigegeben. Falls der Kunde die Festgeldanlage jedoch verlängert, wird das Geld wieder gebunden. Falls ein Festgeldkonto vor dem Ende der Laufzeit gekündigt wird, gehen zumeist die Zinsen verloren. Festgeld ist grundsätzlich ausschließlich zur Geldanlage geeignet, da das Geld während der Laufzeit für den Kunden nicht zugänglich ist. Als Methode der Zahlungsabwicklung, wie beispielsweise ein Girokonto, dient es nicht. Zu Beginn der Laufzeit des Festgeldkontos einigen sich Bank und Anleger auf einen festgeschriebenen Zinssatz und eine feste Laufzeit. Die Laufzeit erstreckt sich dabei meist über 1-10 Jahre. Durch die Unzugänglichkeit des Geldes während dieser Laufzeit sind Festgeldkonten für Sparer unflexibler als Tagesgeldkonten. Umgekehrt ist beim Festgeld der Zinssatz aber meist höher. Da die Rendite aufgrund des Niedrigzinsniveaus aber grundsätzlich sehr gering ist, eignet sich die Geldanlage mittels Festgeldkonto nur zur Überbrückung eines gewissen Zeitraums, und nicht zur längerfristigen Geldanlage.

Finanztransaktionssteuer

Die Finanztransaktionssteuer (engl.: Financial Transaction Tax, FTT) ist eine Gebühr, die auf Finanztransaktionen eingehoben wird. Eine Finanztransaktion ist eine Übertragung von finanziellen Objekten zwischen zwei Parteien. Die Funktion einer Steuer auf Finanztransaktionen wirkt ähnlich wie die Umsatzsteuer im Warenverkehr. John Maynard Keynes stellte bereits nach der Great Depression in den 1930ern Überlegungen über eine Steuer für den Aktienhandel an. Das Ziel einer solchen Steuer war, die kurzfristige Spekulation zu verhindern. Stattdessen sollten sich Firmen darauf konzentrieren, langfristig Gewinne zu erzielen. Erste Formen von Finanztransaktionssteuern gab es jedoch bereits um einiges früher. Ende des 19. Jahrhunderts gab es eine sogenannte Stempelsteuer im Deutschen Reich. Diese wurde beim Handel mit Wertpapieren und Urkunden angewendet. Innerhalb der Europäischen Union steht eine Finanztransaktionssteuer schon seit längerer Zeit zur Debatte. Dieser Beschluss muss jedoch einstimmig gefasst werden, was bis dato noch nicht erreicht wurde. Obwohl die Mehrheit dafür ist, stellen sich einige Mitglieder dagegen, unter anderem Großbritannien, Luxemburg und Dänemark.

Fondsgesellschaft

Fondsgesellschaften, auch bekannt als Investmentgesellschaften oder Kapitalanlagegesellschaften, sind Unternehmen, die Investmentfonds verwalten. Sie legen das gesammelte Geld von Investoren in Portfolios, die beispielsweise aus Wertpapieren, Rohstoffen oder Immobilien bestehen, an, und verwalten diese Portfolios. Die Anleger werden dadurch Anteilsinhaber des jeweiligen Fonds. Geschlossene Fonds besitzen ein vorgegebenes Investitionsvolumen, wohingegen Fondsgesellschaften, die ein variables Kapital aufweisen, ihr Investitionsvolumen erweitern können. Falls von einer Fondsgesellschaft, die einen offenen Fonds verwaltet, neue Anteile ausgegeben werden, wächst sie dadurch. Der Wert eines einzelnen Fondsanteils wird berechnet, indem man das Vermögen des Fonds durch die Zahl der Anteile, die ausgegeben wurden, dividiert. Das durch die Fondsgesellschaft verwaltete Vermögen der Investoren gilt als Sondervermögen und muss aus diesem Grund vom Kapital des Unternehmens getrennt werden. Daher wird das in Fonds investierte Kapital in Depots bei einer Depotbank aufbewahrt. Als Depotbank kann jedes Kreditinstitut, das die dafür notwendigen gesetzlichen Auflagen erfüllt, fungieren. In Deutschland stehen Fondsgesellschaften unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

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