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Finanzlexikon

Einlagensicherung

Geldanlageformen sind je nach Art mit einem höheren oder geringeren Ausfallsrisiko behaftet. Davon sind Bankeinlagen nicht ausgenommen, da die Bank das Geld, dass Sparer bei ihr angelegt haben, als Kredite vergeben, um mittels Zinsen einen Gewinn zu erzielen. Das Ausfallsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Bank nicht imstande ist, das bei ihr angelegte Geld auszuzahlen. Einlagensicherungen zielen darauf ab, sogenannten Bank Runs vorzubeugen. Das Einlagensicherungsgesetz sorgt dafür, dass 100% der Einlagen bis zu 100.000 Euro auf den Sparkonten von Anlegern geschützt sind. Das bedeutet, dass trotz einer Insolvenz des Kreditinstitutes, bei dem das Geld angelegt ist, ein Betrag bis zu dieser Höhe rückerstattet wird. Bei Wertpapieren verhält es sich ähnlich: Hier sind jedoch nur 90% der Verbindlichkeiten mit einem Gegenwert von maximal 20.000€ abgedeckt. Die gesetzliche Auszahlungsfrist von Einlagensicherungsfonds beträgt derzeit noch 20 Tage. Bis 2024 muss sich dieser Zeitraum laut EU-Gesetz auf 7 Arbeitstage verringern.

Emittent

Unter einem Emittenten versteht man jemanden, der Wertpapiere herausgibt. Aktien werden beispielsweise von Unternehmen ausgegeben, um Eigenmittel oder Fremdkapital aufzunehmen. Des Weiteren kann durch die Emission von Wertpapieren die Marktkapitalisierung von Unternehmen erhöht werden. Eigenkapital wird durch die Ausgabe von Aktien beschafft; Fremdkapital kann durch Anleihen aufgenommen werden. Der Handel mit Anleihen und Aktien wird durch Börsen auf dem Kapitalmarkt vollzogen. Grundsätzlich sind laut der Wertpapierhandel-Meldeverordnung private Einzelpersonen von der Emission von Wertpapieren nicht ausgeschlossen. Meistens kommen dafür jedoch Handels- oder Industrieunternehmen, Versicherungen, Kreditinstitute oder der Staat in Frage. Wird ein Wertpapier von einem Emittenten zum ersten Mal platziert, spricht man von einem Neuemittenten. Daueremittenten sind hingegen Unternehmen, die ständig auf den Kapitalmärkten präsent sind. Oftmals sind Neuemissionen von einer großen Aufmerksamkeit durch Anleger und Medien geprägt, wie es beispielsweise bei den Börsengängen der Technologieunternehmen Facebook oder Snapchat der Fall war. Abgesehen von Aktien-, oder Kapitalgesellschaften bezeichnet man auch Zentralbanken als Emittenten, da sie Geld als gesetzliches Zahlungsmittel herausgeben.

Exchange Traded Commodities (ETCs)

Als Exchange Traded Commodities (ETCs) bezeichnet man Wertpapiere, beziehungsweise Schuldverschreibungen, die an der Börse gehandelt werden. Anleger bekommen dadurch die Möglichkeit, in Rohstoffe als Anlageform zu investieren. Neben der Münchner und der Stuttgarter Börse werden ETCs an der Frankfurter Börse seit 2006 auf Edelmetalle, wie beispielsweise Gold, gehandelt. Der weltweit größte Anbieter von ETCs ist die ETF Securities Ltd. ETCs auf Erdöl und Edelmetalle, insbesondere Gold, weisen die höchsten Handelsvolumina auf. Abgesehen davon sind jedoch auch Metalle, wie zum Beispiel Aluminium, Nickel oder Kupfer, und Agrargüter, wie Kaffee, Kakao, Weizen oder Mais, an der Börse handelbar. Der Vorteil von ETCs besteht darin, dass das angelegte Geld durch materielle Güter besichert ist. Das hat für Investoren den Vorteil, dass das Kreditrisiko verkleinert wird. Der Anleger kann sich im Falle einer Insolvenz die materiellen Sicherheiten ausgeben lassen. Dennoch sind insbesondere Rohstoffe stark von geografischen und politischen Entwicklungen abhängig. Die materielle Absicherung der Sicherheiten von ETCs bringt Kosten mit sich, da die Rohstoffe gelagert werden müssen. Diese Kosten trägt der Anleger.

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