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Finanzlexikon

Einlagensicherung

Geldanlageformen sind je nach Art mit einem höheren oder geringeren Ausfallsrisiko behaftet. Davon sind Bankeinlagen nicht ausgenommen, da die Bank das Geld, dass Sparer bei ihr angelegt haben, als Kredite vergeben, um mittels Zinsen einen Gewinn zu erzielen. Das Ausfallsrisiko beschreibt das Risiko, dass die Bank nicht imstande ist, das bei ihr angelegte Geld auszuzahlen. Einlagensicherungen zielen darauf ab, sogenannten Bank Runs vorzubeugen. Das Einlagensicherungsgesetz sorgt dafür, dass 100% der Einlagen bis zu 100.000 Euro auf den Sparkonten von Anlegern geschützt sind. Das bedeutet, dass trotz einer Insolvenz des Kreditinstitutes, bei dem das Geld angelegt ist, ein Betrag bis zu dieser Höhe rückerstattet wird. Bei Wertpapieren verhält es sich ähnlich: Hier sind jedoch nur 90% der Verbindlichkeiten mit einem Gegenwert von maximal 20.000€ abgedeckt. Die gesetzliche Auszahlungsfrist von Einlagensicherungsfonds beträgt derzeit noch 20 Tage. Bis 2024 muss sich dieser Zeitraum laut EU-Gesetz auf 7 Arbeitstage verringern.

Exchange Traded Commodities (ETCs)

Als Exchange Traded Commodities (ETCs) bezeichnet man Wertpapiere, beziehungsweise Schuldverschreibungen, die an der Börse gehandelt werden. Anleger bekommen dadurch die Möglichkeit, in Rohstoffe als Anlageform zu investieren. Neben der Münchner und der Stuttgarter Börse werden ETCs an der Frankfurter Börse seit 2006 auf Edelmetalle, wie beispielsweise Gold, gehandelt. Der weltweit größte Anbieter von ETCs ist die ETF Securities Ltd. ETCs auf Erdöl und Edelmetalle, insbesondere Gold, weisen die höchsten Handelsvolumina auf. Abgesehen davon sind jedoch auch Metalle, wie zum Beispiel Aluminium, Nickel oder Kupfer, und Agrargüter, wie Kaffee, Kakao, Weizen oder Mais, an der Börse handelbar. Der Vorteil von ETCs besteht darin, dass das angelegte Geld durch materielle Güter besichert ist. Das hat für Investoren den Vorteil, dass das Kreditrisiko verkleinert wird. Der Anleger kann sich im Falle einer Insolvenz die materiellen Sicherheiten ausgeben lassen. Dennoch sind insbesondere Rohstoffe stark von geografischen und politischen Entwicklungen abhängig. Die materielle Absicherung der Sicherheiten von ETCs bringt Kosten mit sich, da die Rohstoffe gelagert werden müssen. Diese Kosten trägt der Anleger.

Exchange-Traded Funds (ETFs)

Der englische Ausdruck Exchange-Traded Fund (ETF) steht für einen börsengehandelten Indexfonds. Ein ETF basiert auf einem Aktienindex, den er wiederspiegelt. Dadurch können Anleger an der Kursentwicklung ganzer Börsenindizes teilhaben. ETFs werden meist nicht aktiv, sondern passiv von Fondsmanagern verwaltet und der Inhalt des Fonds ist vom zugrundeliegenden Index abhängig. Insbesondere die dadurch entstehende Transparenz ist für Anleger von Vorteil. Bei der Investition in ETFs entstehen unterschiedliche Kosten. Einerseits fällt der sogenannte Total Expense Ratio (TER), die Gesamtkostenquote, an. Die Gesamtkostenquote beinhaltet unter anderem Indexgebühren und Managementgebühren des Fonds. Des Weiteren fallen Transaktionskosten und Handelsgebühren, beispielsweise Orderprovisionen und Abwicklungsentgelte, an. ETFs haben im Vergleich zu anderen Fonds einen geringen Management- und Verwaltungsaufwand. Dadurch entstehen auch geringere Kosten als bei anderen Arten von Fonds. Finanzberater leben von der Vermittlung unterschiedlicher Finanzprodukte, da damit Provisionen verdient werden können. Der niedrige Aufwand bei ETFs bedeutet jedoch auch geringere Provisionen. Daher sind ETFs bei Beratern zum Teil eher unbeliebte Produkte.

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