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Finanzlexikon

Emittent

Unter einem Emittenten versteht man jemanden, der Wertpapiere herausgibt. Aktien werden beispielsweise von Unternehmen ausgegeben, um Eigenmittel oder Fremdkapital aufzunehmen. Des Weiteren kann durch die Emission von Wertpapieren die Marktkapitalisierung von Unternehmen erhöht werden. Eigenkapital wird durch die Ausgabe von Aktien beschafft; Fremdkapital kann durch Anleihen aufgenommen werden. Der Handel mit Anleihen und Aktien wird durch Börsen auf dem Kapitalmarkt vollzogen. Grundsätzlich sind laut der Wertpapierhandel-Meldeverordnung private Einzelpersonen von der Emission von Wertpapieren nicht ausgeschlossen. Meistens kommen dafür jedoch Handels- oder Industrieunternehmen, Versicherungen, Kreditinstitute oder der Staat in Frage. Wird ein Wertpapier von einem Emittenten zum ersten Mal platziert, spricht man von einem Neuemittenten. Daueremittenten sind hingegen Unternehmen, die ständig auf den Kapitalmärkten präsent sind. Oftmals sind Neuemissionen von einer großen Aufmerksamkeit durch Anleger und Medien geprägt, wie es beispielsweise bei den Börsengängen der Technologieunternehmen Facebook oder Snapchat der Fall war. Abgesehen von Aktien-, oder Kapitalgesellschaften bezeichnet man auch Zentralbanken als Emittenten, da sie Geld als gesetzliches Zahlungsmittel herausgeben.

Exchange Traded Commodities (ETCs)

Als Exchange Traded Commodities (ETCs) bezeichnet man Wertpapiere, beziehungsweise Schuldverschreibungen, die an der Börse gehandelt werden. Anleger bekommen dadurch die Möglichkeit, in Rohstoffe als Anlageform zu investieren. Neben der Münchner und der Stuttgarter Börse werden ETCs an der Frankfurter Börse seit 2006 auf Edelmetalle, wie beispielsweise Gold, gehandelt. Der weltweit größte Anbieter von ETCs ist die ETF Securities Ltd. ETCs auf Erdöl und Edelmetalle, insbesondere Gold, weisen die höchsten Handelsvolumina auf. Abgesehen davon sind jedoch auch Metalle, wie zum Beispiel Aluminium, Nickel oder Kupfer, und Agrargüter, wie Kaffee, Kakao, Weizen oder Mais, an der Börse handelbar. Der Vorteil von ETCs besteht darin, dass das angelegte Geld durch materielle Güter besichert ist. Das hat für Investoren den Vorteil, dass das Kreditrisiko verkleinert wird. Der Anleger kann sich im Falle einer Insolvenz die materiellen Sicherheiten ausgeben lassen. Dennoch sind insbesondere Rohstoffe stark von geografischen und politischen Entwicklungen abhängig. Die materielle Absicherung der Sicherheiten von ETCs bringt Kosten mit sich, da die Rohstoffe gelagert werden müssen. Diese Kosten trägt der Anleger.

Exchange-Traded Funds (ETFs)

Der englische Ausdruck Exchange-Traded Fund (ETF) steht für einen börsengehandelten Indexfonds. Ein ETF basiert auf einem Aktienindex, den er wiederspiegelt. Dadurch können Anleger an der Kursentwicklung ganzer Börsenindizes teilhaben. ETFs werden meist nicht aktiv, sondern passiv von Fondsmanagern verwaltet und der Inhalt des Fonds ist vom zugrundeliegenden Index abhängig. Insbesondere die dadurch entstehende Transparenz ist für Anleger von Vorteil. Bei der Investition in ETFs entstehen unterschiedliche Kosten. Einerseits fällt der sogenannte Total Expense Ratio (TER), die Gesamtkostenquote, an. Die Gesamtkostenquote beinhaltet unter anderem Indexgebühren und Managementgebühren des Fonds. Des Weiteren fallen Transaktionskosten und Handelsgebühren, beispielsweise Orderprovisionen und Abwicklungsentgelte, an. ETFs haben im Vergleich zu anderen Fonds einen geringen Management- und Verwaltungsaufwand. Dadurch entstehen auch geringere Kosten als bei anderen Arten von Fonds. Finanzberater leben von der Vermittlung unterschiedlicher Finanzprodukte, da damit Provisionen verdient werden können. Der niedrige Aufwand bei ETFs bedeutet jedoch auch geringere Provisionen. Daher sind ETFs bei Beratern zum Teil eher unbeliebte Produkte.

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