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Finanzlexikon

Crowdfunding

Crowdfunding ist eine Form der Finanzierung, mit der sich durch die finanziellen Beiträge vieler einzelner Investoren neue Projekte oder Geschäftsideen verwirklichen lassen. Crowdfunding ist auch als Schwarmfinanzierung bekannt, da eine Menge von Personen mit oft kleineren Beträgen eine Finanzierung ermöglicht. Dabei können beispielsweise Start-ups Eigenkapital in der Form von stillen Beteiligungen aufnehmen. Damit ein Projekt finanziert werden kann, muss eine gewisse Mindestkapitalgrenze überschritten werden. Diese Grenze soll durch die einzelnen finanziellen Anteile der Masse fremdfinanziert werden. Je nach Beitrag erhalten die Unterstützer eine oft nicht-finanzielle Gegenleistung – beispielsweise das Produkt eines Start-ups, das finanziert wurde. Da das Crowdfunding wie eine Art Vorverkauf funktioniert, ist es auch optimal als Test für das Marktpotenzial eines Projekts geeignet. Scheitert die Finanzierung, kann man davon ausgehen, dass die Idee oder das Projekt höchstwahrscheinlich ungeeignet ist und sich schlecht verkauft hätte. Davon abgesehen kann bei der erfolgreichen Finanzierung eine Menge an Unterstützern gefunden werden, die als Multiplikator, beispielsweise in Online-Netzwerken, dienen können. Historisch reicht die Methode des Crowdfundings zumindest bis in das 18. Jahrhundert zurück. Der Sockel der New Yorker Freiheitsstatue wurde durch 160.000 Einzelspenden finanziert. Bekannte Crowdfunding-Plattformen für die Finanzierung innovativer Projekte sind beispielsweise kickstarter.com oder indiegogo.com.

Crowdinvesting

Crowdinvesting ist eine besondere Form des Crowdfundings und dient meistens zur Finanzierung von jungen Unternehmen. Eine Vielzahl von Kapitalgebern kann so beispielsweise die Geschäftsidee eines Start-ups unterstützen. Im Gegenzug erhalten Kapitalgeber eine Erfolgsbeteiligung, zum Beispiel einen Teil des Gewinns. Die Crowd wird somit finanziell in den Projekterfolg involviert. Der Ablauf eines Crowdinvesting-Projekts geschieht wie folgt: 1. Die Kapitalsuchenden, meist die Gründer eines Unternehmens, präsentieren ihr Projekt potenziellen Kapitalgebern und stellen Informationen zur Verfügung. 2. Crowdinvesting-Plattformen oder potenzielle Kapitalgeber überprüfen daraufhin die Geschäftsidee und entschieden, ob es finanziell unterstützt werden soll oder nicht. 3. Im sogenannten Funding-Zeitraum, einer gewissen Zeitspanne, wird Interessenten die Möglichkeit gegeben, das Unternehmen finanziell zu unterstützen. 4. Falls die Mindestfinanzierungsgrenze, die sogenannte Funding-Schwelle, nicht erreicht wird, bekommen die Investoren ihr Kapital zurück. 5. Bei einem Erreichen oder Überschreiten der Schwelle bekommt das junge Unternehmen die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und kann sein Geschäftsmodell verwirklichen. Crowdinvesting hat den Vorteil, dass auch Personen, die nur kleine Geldmengen zur Verfügung stellen möchten, zu Investoren werden können. Abgesehen von kleinen Unternehmen lassen sich dadurch aber auch andere Unternehmungen, beispielsweise Filmprojekte, realisieren.

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