Giromatch
Finanzlexikon

Crowdinvesting

Crowdinvesting ist eine besondere Form des Crowdfundings und dient meistens zur Finanzierung von jungen Unternehmen. Eine Vielzahl von Kapitalgebern kann so beispielsweise die Geschäftsidee eines Start-ups unterstützen. Im Gegenzug erhalten Kapitalgeber eine Erfolgsbeteiligung, zum Beispiel einen Teil des Gewinns. Die Crowd wird somit finanziell in den Projekterfolg involviert. Der Ablauf eines Crowdinvesting-Projekts geschieht wie folgt: 1. Die Kapitalsuchenden, meist die Gründer eines Unternehmens, präsentieren ihr Projekt potenziellen Kapitalgebern und stellen Informationen zur Verfügung. 2. Crowdinvesting-Plattformen oder potenzielle Kapitalgeber überprüfen daraufhin die Geschäftsidee und entschieden, ob es finanziell unterstützt werden soll oder nicht. 3. Im sogenannten Funding-Zeitraum, einer gewissen Zeitspanne, wird Interessenten die Möglichkeit gegeben, das Unternehmen finanziell zu unterstützen. 4. Falls die Mindestfinanzierungsgrenze, die sogenannte Funding-Schwelle, nicht erreicht wird, bekommen die Investoren ihr Kapital zurück. 5. Bei einem Erreichen oder Überschreiten der Schwelle bekommt das junge Unternehmen die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und kann sein Geschäftsmodell verwirklichen. Crowdinvesting hat den Vorteil, dass auch Personen, die nur kleine Geldmengen zur Verfügung stellen möchten, zu Investoren werden können. Abgesehen von kleinen Unternehmen lassen sich dadurch aber auch andere Unternehmungen, beispielsweise Filmprojekte, realisieren.

Crowdlending

Beim Crowdlending gibt eine Vielzahl von einzelnen Kreditgebern ein Darlehen an andere Personen. Diese Kredite werden auf Crowdlending-Plattformen, wie zum Beispiel Giromatch, über das Internet vergeben. Das Darlehen muss von den Kreditnehmern innerhalb einer vereinbarten Laufzeit mit Zinsen zurückgezahlt werden. Der Vorteil von Crowdlending ist, dass die Abwicklung digital und automatisiert erfolgen kann. Insbesondere gegenüber einer Bank spart das erhebliche Personal- und Infrastrukturkosten. Es gibt zwei Formen des Crowdlendings: 1. Peer-to-Peer-Lending (P2P): Die Kredite werden von Privatpersonen an andere Privatpersonen vergeben. 2. Peer-to-Business-Lending (P2B): Die Kreditgeber sind Privatpersonen und verleihen ihr Geld an Unternehmen oder Selbstständige. Die Online-Anbieter prüfen die Bonität der Kreditantragssteller und klassifizieren sie je nach Risikokategorie. Dadurch kann ein entsprechender Zinssatz für eine gewünschte Laufzeit errechnet werden. Auf der gegenüberliegenden Seite können Anleger in diese Kredite investieren. Das ist schon ab sehr kleinen Geldbeträgen möglich. Durch die niedrigen Betriebskosten der Crowdlending-Plattformen werden die Zinssätze der Kreditnehmer fast direkt als Rendite an die Anleger weitergereicht. Dadurch ist Crowdlending eine durchaus attraktive Form der Geldanlage.

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